Dürkop eröffnet in Pankow

Stefan N. Quary: „Ich kann mir durchaus weitere Berliner Filialen vorstellen“

13.08.12 | Autor: Jens Rehberg

Die auffällige Fassade in der Goethestraße ist nicht zu übersehen.
Die auffällige Fassade in der Goethestraße ist nicht zu übersehen. (Foto: Rehberg)

Die Dürkop-Gruppe hat am Freitag offiziell ihren vierten Hauptstadt-Standort im Berliner Bezirk Pankow eröffnet. Die Autohandelsgruppe mit Hauptsitz in Braunschweig investierte nach eigenen Angaben rund drei Millionen Euro in das neue Autohaus. An dem ehemaligen MAG-Metz-Standort werden bereits seit Anfang März wieder Opel-Neuwagen verkauft. In einem zweiten Schauraum im ersten Stock des Gebäudes präsentiert der Betrieb Kia. Zum Standort, an dem 35 Angestellte beschäftigt sind, gehört auch ein Werkstatt-Neubau.

2014 will Dürkop-Chef Stefan N. Quary am Prenzlauer Berg mindestens 500 Neuwagen und 600 Gebrauchte vermarkten. Angepeilt werden insgesamt rund 18 Millionen Euro Jahresumsatz. Operativ geleitet wird die Filiale von Roland Müller – zuständig für den Vertrieb – und Dieter Wüsten, der für den Aftersalesbereich verantwortlich ist.

„375.000 Menschen leben in Pankow, 40.000 weitere werden in den nächsten zehn Jahren erwartet – eine der Schlafstädte schlechthin in Berlin“, sagt Stefan N. Quary im Gespräch mit »kfz-betrieb« über das Potenzial seiner jüngsten Filiale. Das Einkommensniveau rund um den Standort passe perfekt zu den Marken Opel und Kia. Deswegen rechnet sich der Händler „enorme Chancen“ aus. Zudem sorgen zwei große Supermärkte direkt vor dem Betrieb für eine hohe Verbraucherfrequenz – demnächst kommt noch ein Drogeriemarkt dazu.

Vor diesem Hintergrund räumt Stefan N. Quary ein, dass das Absatzziel in der Tat „nicht aggressiv formuliert“ sei. Andererseits werde es zweieinhalb Jahre nach der Pleite des Vorgängerbetriebs auch Zeit brauchen, um die Leute wieder ins Autohaus zu holen. Nach der Insolvenz der MAG-Metz-Gruppe im Februar 2010 war der Standort als reiner Service-Betrieb weitergeführt worden. Alle 20 Beschäftigten hat Dürkop übernommen.

Auf die Frage nach der Abgrenzung zum stärksten Berliner Wettbewerber Dinnebier stellt Quary die Serviceorientierung seiner Betriebe heraus: „Wir verkaufen vielleicht nicht immer das Auto, aber aus dem Servicekontakt und dem Wohlempfinden des Kunden heraus sind wir in der Lage, dann auch ein Folgegeschäft zu machen.“

Dass es mit der Opel-Spitze „konstruktive Diskussionen“ um das Mehrmarkenkonzept am Standort gegeben hat, bestätigte Quary. „Wir konnten bei Opel die wirtschaftliche Notwendigkeit hierfür aufzeigen“, so der Dürkop-Chef. Wenn ein Händler in einem Markt wie Berlin mitten in der Stadt eine derartige Location besetze, freue sich der Hersteller über eine solche Repräsentanz.

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