21.06.2011 | Autor: Stephan Richter
Der Nutzfahrzeuhersteller Iveco hat im Vorfeld der neuen Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) zum 27. Mai seinen Vertriebs- und Servicepartnern die laufenden Verträge gekündigt. Antje Woltermann, Geschäftsführerin des Iveco-Händlerverbands, bewertet die Kündigung jedoch gelassen: „Ich sehe hier keine großen Probleme auf uns zukommen, da Iveco keine Netzbereinungung plant, sondern sich nur vertragsseitlich absichern will.“
Iveco hat seinen Händlern bereits einen „Letter of intent“ zugeschickt. Noch in diesem Jahr will der Importeur seinen Partnern die Serviceverträge vorlegen, die Vertriebsverträge sollen bis Mitte 2012 fertig sein. Die Gespräche mit dem Händlerverband zur Vertragsausgestaltung werden dem Vernehmen nach im Juli beginnen. Der Importeur geht davon aus, dass alle 24 Händler und 375 Servicebetriebe, die aktuell das Iveco-Netz bilden, das neue Regelwerk unterzeichnen werden.
Zusätzliche Investitionen kämen auf die Betriebe nicht zu. „Es sind keine zusätzlichen qualitativen Kriterien vorgesehen“, versichert Rudi Meier, Leiter der Händlernetzentwicklung bei Iveco Magirus, gegenüber »kfz-betrieb ONLINE«. Den inhaltlichen Unterschied zwischen den alten und den neuen Händlerverträgen sieht er im Wesentlichen darin, dass künftig alle Konzernmarken und alle Modelle über einen einzigen Vertrag geregelt werden sollen. Zudem will der Hersteller das Regelwerk auf europäischer Ebene vereinheitlichen und an die GVO anpassen.
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