Opel-Deutschlandchef zum Diesel: „Die Dinge werden sich erholen“

Den Kunden das Thema besser erklären

| Autor: Jens Rehberg

Jürgen Keller verantwortet den deutschen Opel-Vertrieb.
Jürgen Keller verantwortet den deutschen Opel-Vertrieb. (Bild: Rehberg/»kfz-betrieb«)

Jürgen Keller, der unter anderem den deutschen Opel-Vertrieb verantwortet, mahnt angesichts der derzeitigen Kaufzurückhaltung vor allem der Privatkunden in Sachen Diesel zur Besonnenheit. Die Händler sollten jetzt nicht überreagieren, sagte der Manager im Vorfeld der IAA in Frankfurt im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

Aber auch den Hersteller sieht er in der Verantwortung, beruhigend auf den Markt einzuwirken. „Was wir tun – und was der Handel auch erwartet – ist, dass wir beim Thema Restwerte als Hersteller ruhig und überlegt agieren. Mit schnellen Anpassungen unserer Jungwagenbestände zum Beispiel würden wir Restwerte im Markt deutlich reduzieren. Wir bei Opel reagieren jedoch besonnen.“

Entsprechende Nachfrage sei schließlich durchaus noch vorhanden. Dafür gelte es, auch schon mal längere Standzeiten zu akzeptieren. Generell ist der Opel-Deutschlandchef zuversichtlich, dass „die Dinge sich erholen werden“.

Zum anderen ist es Jürgen Keller wichtig, die Vertragspartner mit allen nötigen Informationen zu versorgen, damit diese wiederum den Kunden die bei Opel eingesetzte Diesel-Technologie in all ihren Facetten erklären können.

Die Kundenresonanz auf die „Umweltprämie“ für ältere Dieselfahrzeuge bezeichnete Keller indes als „gedämpft“ – „aber es passiert etwas“. Dass sich die Abrufe in überschaubaren Grenzen halten, überrascht den Manager nicht. Schließlich komme es immer auf den Einzelfall und darauf an, für den Kunden die beste Lösung zu finden.

Vor einem Monat hatte auch Opel eine Abwrackprämie für ältere Diesel ausgelobt. Die PSA-Tochter bietet den Besitzern von Wagen der Abgasnorm Euro 4 und niedriger Beträge von 1.750 bis 7.000 Euro an, wenn sie einen Neuwagen mit Blitz kaufen. Die Aktion läuft bis zum Jahresende.

Das komplette Interview mit Jürgen Keller zur derzeitigen Lage beim Hersteller und im Partnernetz lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben des »kfz-betrieb«.

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