Unfallkalkulation: Verluste vermeiden

Die Kalkulation des Reparaturaufwands ist die Geschäftsgrundlage eines Karosserie- und Lackbetriebs. Wird nicht richtig gerechnet, verdient das Unternehmen weniger Geld oder macht sogar Verluste. Das lässt sich vermeiden.

| Redakteur: Konrad Wenz

Bei der Kalkulation eines Unfallschadens kann der Werkstattmitarbeiter Fehler machen, die nicht nur Geld kosten, sondern letztlich auch den Abwicklungsprozess stören.
Bei der Kalkulation eines Unfallschadens kann der Werkstattmitarbeiter Fehler machen, die nicht nur Geld kosten, sondern letztlich auch den Abwicklungsprozess stören. (Foto: goodluz - Fotolia)

Für den K&L-Betrieb haben alle Unfallschäden eines gemeinsam: Sie sind nicht planbar. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den großen Strukturschaden oder den kleinen Parkrempler handelt. Auch die Frage, ob es sich um einen gesteuerten Schaden handelt oder ob der Autofahrer als Privatkunde den Weg in den K&L-Betrieb gefunden hat, ändert nichts an dieser Tatsache. Plötzlich befindet sich das beschädigte Auto in der Reparaturannahme, und der Schaden muss zumindest schon mal aufgenommen werden.

Hierfür ist dann in der Regel der Meister oder Reparaturannehmer verantwortlich. Er muss die Schadenaufnahme in seinen ohnehin nicht ganz stressfreien Arbeitsalltag einbauen. Genau das führt häufig dazu, dass der Kunde am Ende der Schadenaufnahme erst einmal vertröstet wird. Er erwartet zwar, dass ihm schnellstmöglich geholfen wird, aber eine genaue Kalkulation – insbesondere wenn es sich um einen größeren Unfallschaden handelt – erfordert Zeit. Und genau die hat der Meister oft gerade dann nicht, wenn der Unfall im Betrieb aufschlägt. So verlässt der Kunde zunächst den Hof, und der Meister geht erst einmal wieder dem Tagesgeschäft nach.

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