Alternative Antriebe: E wie Erdgas

Die niedrigen Kraftstoffpreise machen es noch schwerer, Erdgasautos zu verkaufen, als es ohnehin schon war. Und umweltbewusste Käufer werden womöglich bald durch eine Kaufprämie zum Elektroauto gelockt. Stirbt das Erdgasauto?

| Redakteur: Jan Rosenow

Mittlerweile gibt es über 900 Erdgastankstellen in Deutschland, und der Tankvorgang ist kaum schwieriger als bei Benzin.
Mittlerweile gibt es über 900 Erdgastankstellen in Deutschland, und der Tankvorgang ist kaum schwieriger als bei Benzin. (Foto: Daimler)

Elektroauto-Förderung ja oder nein – noch diskutieren Bundestag und Regierung darüber. Der stets sparsame Finanzminister ist dagegen und führt (neben angeblichem Geldmangel) auch ordnungspolitische Bedenken ins Feld. „Ich sehe nicht ein, dass es zur Förderung der Elektromobilität Kaufprämien geben soll“, teilte der knorrige Kassenwart der Branche per DPA ungnädig mit. Der sozialdemokratische Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hingegen setzt auf die Gestaltungsmacht des Staates und pocht auf direkte Anreize – beispielsweise eine Kaufprämie von 5.000 Euro –, um das Ziel der Bundesregierung von einer Million E-Autos bis 2020 doch noch zu erreichen.

Ganz gleich, wie der Kampf der Minister ausgeht: Ob sich Verbraucher durch staatliche Zuschüsse zum Kauf eines Autos mit einer bestimmten Antriebstechnik verleiten lassen, lässt sich sehr schön am Erdgasauto erkennen. Hier beträgt der Bestand nach rund 15 Jahren der Förderung gerade einmal rund 80.000. Auch wenn die Bundesregierung hier ein anderes Konzept verfolgt und nicht die Anschaffung, sondern den Unterhalt sponsert: Das Ergebnis ist ärmlich.

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