VW-Rückruf: Brandgefährliche Hybrid-Batterie

Kurzschluss ist nicht auszuschließen

| Autor: Niko Ganzer

VW Touareg
VW Touareg (Foto: VW)

Im Vergleich zu dem im Zuge der Abgas-Affäre notwendigen Rückruf nehmen sich zwei weitere VW-Aktionen für den Touareg Hybrid und den Passat sehr klein aus. Trotzdem sind sie eine Erwähnung wert, denn zumindest im Fall des SUV ist das Fehlerbild eher ungewöhnlich: „In einigen wenigen Fällen kann sich durch einen fehlenden Wasserablauf in der Reserveradmulde bei unvorhergesehenem Wassereintritt zum Beispiel durch undichte Heckklappendichtungen oder durch eine unzulässige Überschreitung der Wattiefe, Wasser in der Reserveradmulde sammeln", erklärte ein Sprecher der Marke auf Anfrage.

Da dort auch die Hochvoltbatterie des Hybriden untergebracht ist, ist ein Kurzschluss nicht auszuschließen. Der Warnhinweis des Kraftfahrt-Bundesamtes spricht sogar von Brandgefahr. Vorgesehene Abhilfemaßnahme für 785 in Deutschland registrierte Touareg aus dem Bauzeitraum 12. August 2009 bis 18. April 2015: „Am tiefsten Punkt der Reserveradmulde wird ein Wasser-Ablaufventil installiert.“ Dafür ist ein Werkstattaufenthalt von etwa einer Stunde vorgesehen.

Ebenfalls eine Stunde dauert der Tausch des Airbagsteuergeräts in einigen wenigen Passat. „An Fahrzeugen eines begrenzten Fertigungszeitraumes besteht die Möglichkeit, dass sich aufgrund einer unzulässigen Nacharbeit an dem Airbagsteuergerät Metallspäne im Gehäuse befinden“, sagte der Sprecher. Störungen im Airbagsystem und im schlimmsten Fall ein ungewolltes Auslösen der Airbags sind die möglichen Folgen. Die Autos liefen zwischen 22. April und 19. September 2014 vom Band.

Diese Aktion mit dem Code „69L4“ läuft bereits seit vergangenen Oktober, so dass die meisten Passat bereits umgerüstet wurden. Der Rückruf „53B8“ für den Touareg ist erst Anfang des Monats angelaufen. Wie gehabt werden die Fahrzeuge nach dem Werkstattdurchlauf mit einem Aufkleber im Bereich der Reserveradmulde markiert.

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