Apollo Vredestein: Erster Flagship-Store

Neues Partnerschaftsprogramm soll 800 Betriebe bis 2020 umfassen

| Autor: Jan Rosenow

Attraktive Innenarchitektur steht im Zentrum des Partnerschaftsprogramms.
Attraktive Innenarchitektur steht im Zentrum des Partnerschaftsprogramms. (Mick Kok/Vredestein)

Der Reifenhersteller Apollo Vredestein hat den ersten deutschen Unternehmer für sein im Oktober 2015 gestartetes Partnerschaftsprogramm gewonnen. Reifenhändler Jochen Wrede aus Münster hat seinen Betrieb umgeflaggt und vertritt nun die beiden Marken des indischen Konzerns prominent nach außen. Die Verbesserung der Markenbekanntheit ist aber nur ein Ziel hinter dem Programm, das bis zum Jahr 2020 800 Partner in ganz Europa umfassen soll. Apollo-Vredestein-Geschäftsführer Mathias Heimann will damit eine echte Partnerschaft mit seinen Wiederverkäufern begründen, die über das übliche Franchise-System hinausgehen soll.

Zusätzlich zur Außendarstellung umfasst das Programm Tools zur Umsatz- und Rentabilitätssteigerung. Mit einer Unternehmensberatung soll es den Händlern ermöglicht werden, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Weiteres Wachstum sollen die Betriebe generieren, indem sie Produkte der Premium-Styling-Partner von Apollo Vredestein anbieten – zum Beispiel High-End-Aluminiumfelgen. Und zu guter Letzt hilft die aufgewertete Architektur und Inneneinrichtung, dem Endkunden ein hochwertiges Einkaufserlebnis zu bieten.

An dieser Stelle haben viele Reifenhändler noch deutlichen Nachholbedarf gegenüber Kfz-Betrieben, wie bereits eine Untersuchung des BRV im Jahr 2013 ergab. Sie tun sich schwer damit, Kunden zu binden und ihnen nach dem ersten auch einen weiteren Reifensatz zu verkaufen oder sie von ihren Fähigkeiten im Kfz-Service zu überzeugen.

Insbesondere bei den herstellergebundenen Reifenketten steht deshalb ein verbessertes Erscheinungsbild ganz oben auf der Agenda, wie die „Driver“-Kette von Pirelli/Pneumobil zeigt.

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