Fachtagung zur Zukunft der Werkstätten

Impulse und Praxistipps für das Servicegeschäft

26.10.2009 | Redakteur: Norbert Rubbel

Praxisnahe Informationen wie der Zugang zu den technischen Daten der Automobilhersteller, die Neuregelung der GVO, die Marktchancen im Glasgeschäft, die zukünftigen Herausforderungen im Servicemarkt und praxisnahe Vorträge standen im Fokus der 18. Fachtagung für Freie Werkstätten und Servicebetriebe. Die Veranstaltung habe die entscheidenen Brachenthemen in den Mittelpunkt gerückt, fasste Reinhard Ott, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Freie Werkstätten im ZDK, die Tagung zusammen, zu der sich am Samstag rund 200 Besucher im Vogel Convention Center in Würzburg versammelt hatten.

„Wir Freie Werkstätten haben ein vitales Interesse daran, dass unser Geschäftsmodell in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird“, sagte Ott weiter. Verlängerte Garantien und die Flatratekonzepte der Automobilhersteller seien eine Diskriminierung für die fabrikatsunabhängigen Servicebetriebe. Die Bundesfachgruppe werde diesen Praktiken nachhaltig entgegenwirken. „Wir wollen einen fairen Wettbewerb auf Basis von Qualität, nicht mehr und nicht weniger.“

Ausgezeichnetes Freies Unternehmertum

Wie erfolgreich die Freien Werkstätten im Servicemarkt agieren, demonstrierte »kfz-betrieb“-Chefredakteur Wolfgang Michel, der die diesjährigen Service-Award-Gewinner in der Kategorie „Freie Betriebe“ vorstellte. „Die Gebrüder Welchner GmbH im schwäbischen Zell dokumentiert eindrucksvoll den hohen Stellenwert der fabrikatsunabhängigen Unternehmen.“

Ihre rund 2.000 Stammkunden binden die Brüder Matthias und Uwe Welchner nicht nur mit einem breiten Angebot von Serviceleistungen in den Geschäftsfeldern Pkw, Nutzfahrzeuge, Zweirad und Oldtimer, sondern auch mit einer individuellen Kundenbetreuung. „Unsere Mitarbeiter und die persönliche Beratung durch den Chef sind das A und O“ unseres Erfolgs, erläuterte Matthias Welchner den Tagungsteilnehmern.

Servicebetriebe sind Spitze

Dass „Deutschlands Pkw-Werkstätten Spitze sind“, betonte ZDK-Vizepräsident und Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk. Dies sei das Urteil der Verbraucher im Kundenmonitor 2009. „Mit der Note ,vollkommen zufrieden‘ beweisen die Servicebetriebe der Kfz-Branche ihre herausragenden Leistungen“, sagte Wilhelm Hülsdonk. Sorgen bereiten ihm allerdings die Verkaufsförderprogramme mancher Automobilhersteller wie die All-Inklusiv-Angebote, Serviceflatrates und 6-Jahres-Garantie. „Sie führen zu Erlösschmälerungen im Werkstattgeschäft“, resümierte der Bundesinnungsmeister.

Ausführliche Berichte über die Referate und Aussteller der 18. Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe lesen Sie in Ausgabe 47 des Fachmagazins »kfz-betrtrieb«.


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