09.04.2010 | Autor: Julia Hasenstab
Die aktuelle Rückrufwelle der Autobauer hat kaum Einfluss auf das Kaufverhalten der Deutschen. Dennoch zeigen sich Autofahrer in diesem Jahr bezüglich der Neuwagenanschaffung zurückhaltend. Rund 20 Prozent wollen außerdem geringere Ausgaben für Reparaturen und Wartungen tätigen. Dies ergab die Trend-Tacho-Umfrage der Sachverständigenorganisation KÜS und der Redaktion »kfz-betrieb«.
Erstaunlicherweise haben 93 Prozent der befragten Autofahrer auf die Frage „Haben die Rückrufaktionen der Automobilhersteller Ihre Kaufabsicht beeinflusst?“ mit „Nein“ geantwortet. Allerdings prägten sich bei 66 Prozent der befragten Personen die Toyota-Rückrufe ein. Die Aktionen der Autobauer VW, Opel und Peugeot sind dagegen nur jeweils fünf Prozent im Gedächtnis geblieben.
Jeder fünfte Autofahrer will 2010 weniger Geld für sein Auto bzw. für Wartungen und Reparaturen ausgeben. Besonders zurückhaltend mit ihren Ausgaben sind dabei die Besitzer von Fahrzeugen der oberen Mittel- und Oberklasse (28%). Nur zwölf Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sie mehr Geld im Vergleich zum Vorjahr ausgeben.
86 Prozent der Befragten kaufen sich 2010 keinen Neu- oder Gebrauchtwagen. Von den 14 Prozent, die sich in diesem Jahr ein neues Auto zulegen wollen, planen dies 30 Prozent innerhalb der nächsten sechs Monaten. Dabei handelt es sich in 41 Prozent der Fälle um einen Neuwagen und bei 45 Prozent um einen Gebrauchtwagen. Interesse an einem Vorführwagen oder an einem Fahrzeug mit einer Tageszulassung haben dagegen nur sieben bzw. zwei Prozent.
Die Autofahrer favorisieren vor allem die deutschen Modelle, denn 26 Prozent wollen sich beim nächsten Autokauf für die Marke VW entscheiden, gefolgt von Opel (18%), BMW (15%), Audi (14%) und Mercedes-Benz (12%). Die Wolfsburger sind vor allem bei Autofahrern unter 30 beliebt (57%).
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