Kia: Qualität im Aftersales fördert Wachstum

Importeur nimmt weiteres technisches Schulungszentrum in Betrieb

30.05.12 | Autor: Andreas Grimm

Ralf Ploenes, Aftersales-Chef bei Kia Motors Deutschland.
Ralf Ploenes, Aftersales-Chef bei Kia Motors Deutschland. (Foto: Grimm)

Kia Motors Deutschland will über die Verbesserung der Servicequalität den Wachstumskurs stärken. Dazu hat der Importeur in Schkeuditz bei Leipzig ein zweites Schulungszentrum neben Kronberg in Betrieb genommen. Mit der Kia Academy Leipzig will der Importeur zugleich den Händlern räumlich entgegenkommen, um die Weiterbildung der Mitarbeiter zu erleichtern.

„Die Schulungen sind ein wichtiger Baustein, um die Qualitätsziele zu erreichen“, erläuterte Martin van Vugt, Geschäftsführer von Kia Motors Deutschland, die Notwendigkeit des zweiten Zentrums. Weitere Standorte in Süd- und Norddeutschland seien daher denkbar. Geld werde vor allem in der Werkstatt verdient, daher sei es für die Betriebe notwendig, dass die Mitarbeiter nicht länger als nötig zur Weiterbildung abgestellt werden müssten.

In Schkeuditz ist Platz für 16 Schulungsteilnehmer, denen Fahrzeuge an fünf Arbeitsplätzen zur Verfügung stehen. „Wir wollen zu 80 Prozent Praxis und nur zu 20 Prozent Theorie vermitteln“, sagte Aftersales-Direktor Ralf Ploenes bei der Vorstellung des Schulungszentrums. Die Investition in das Werkstattwissen sei nicht zuletzt als Mittel zur Stärkung der Kundenzufriedenheit notwendig. „Wir wollen die Abwanderer von anderen Marken langfristig bei Kia halten und müssen sie dafür zu zufriedenen Werkstattkunden machen“.

Das scheinen auch die Kia-Partner erkannt zu haben. „Die Bereitschaft, Mitarbeiter zu den Schulungen zu schicken, ist deutlich gestiegen“, hat Ploenes registriert. Von 4.200 Manntagen im Jahr 2010 ist die Nachfrage auf 5.600 Manntage im vergangenen Jahr gestiegen. Mit den neuen Kapazitäten in Schkeuditz sollen in diesem Jahr 7.000 Manntage geleistet werden. Für 2016 rechnet Ploenes mit 12.000 Manntagen.

Ausgerüstet ist das Schulungszentrum gemäß den CI- und Technikvorgagen, die auch die Kia-Partner für die neuen Verträge erfüllen müssen, also etwa das Kia-Diagnosegerät und das Klimaservice-Gerät für das kommende Kältemittel 1234yf, die Hebebühne und Absauganlage. Optisch erfüllt es ebenfalls die Standardvorgaben für die Werkstätten der Händler bzw. der reinen Servicepartner.

„Aftersales ist Marketing“, verdeutlichte van Vugt einen weiteren Grund für die Investitionen in den Service. Kia sei in diesem Punkt nicht schlechter als die Konkurrenz, jede Verbesserung sei für den Importeur aber eine große Chance über die Qualität zu wachsen. „Wir sind noch nicht in allem Punkten dort, wo wir hinwollen“, sagte der Geschäftsführer. Ein weiterer Meilenstein wird daher der Eintritt von Kia in die Gütegemeinschaft Geprüfter Automobil-Serviceberater sein.


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