Servicemanagement: Digitalisierung ist Chefsache

Die Digitalisierung betrifft alle Lebensbereiche – warum also sollte sie vor der Kfz-Branche haltmachen? Wer jetzt die Weichen stellt, dem muss davor nicht bange sein. Gute Beispiele aus dem Kfz-Gewerbe gibt es zuhauf.

| Autor: Jan Rosenow

(Bild: Paul)

Autofahrer lassen sich eigentlich nicht gerne fotografieren. Meistens bekommen sie für sehr viel Geld nur eine unscharfe Schwarz-Weiß-Aufnahme zugestellt, und zwar in einem amtlichen Schreiben mit dem Siegel des Landkreises. Wenn das Mercedes-Benz-Autohaus Paul in Passau Autofahrer knipst, dann ist die Bildqualität hingegen vorzüglich. Teuer wird es zwar manchmal auch (das ist der Zweck der Übung), aber wenigstens bekommen die Kunden für ihr Geld nicht nur ein Foto, sondern auch eine hervorragende Werkstattleistung.

Mit seinem Digital Vehicle Scan (DVS) ist das Autohaus Paul ein Vorreiter in Sachen Digitalisierung in der Kfz-Branche. Das gilt umso mehr, als die Niederbayern sich die Sache selbst ausgedacht haben und nicht etwa vom Stuttgarter Hersteller darauf gebracht wurden. Über seine Erfahrungen mit DVS berichtete Geschäftsführer Bernhard Wasner Ende November bei den Autoservicetagen in Würzburg, die »kfz-betrieb« veranstaltet hat. Das Forum für markenübergreifendes Servicemanagement im Autohaus legte den Fokus bei seiner 2016er-Ausgabe auf die Digitalisierung im Service. Neben Vertretern von Dienstleistern und OEMs gab es mehrere Best-Practice-Beiträge von Autohäusern, die zeigten: Die Digitalisierung ist in der deutschen Kfz-Branche nicht nur angekommen, sondern gute Unternehmer begreifen sie auch als Chance und nutzen sie zum Ausbau ihres Geschäfts.

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