25.11.2009 | Autor: Jan Rosenow

Platz, Platz und noch einmal Platz: Das waren bislang die drei wichtigsten Argumente, sich einen Fiat Doblò zu kaufen. Seit 2001 haben immerhin eine Million Kunden den Kleintransporter mit dem nach Herstellerangaben größten Innenraum seiner Klasse gegriffen. In erster Linie zählen Handwerker und Gewerbetreibende zu den Käufern, aber auch viele Familien, die einen preiswerten und geräumigen Pampers-Bomber suchen.
Mit der zweiten Generation des Doblò will Fiat nun die Wünsche der Privatkunden nach Pkw-gemäßem Komfort, hoher passiver und aktiver Sicherheit und sparsameren Motoren erfüllen, was der Erstauflage nicht in jeder Hinsicht gelungen war. Dass auch der Neue den größten Innenraum seiner Klasse und eine hohe Variabilität bietet, versteht sich natürlich von selbst.
Fiat hat den Kleintransporter von Grund auf neu konstruiert. Der Radstand von 2.755 Millimetern schafft noch mehr Platz für Passagiere und Gepäckraum (790 Liter). Ein serienmäßiges Stabilitätsprogramm (ESP) und sechs Airbags schon in der Basisversion sorgen für aktive und passive Sicherheit. Und das modulare Innenraumkonzept mit klappbaren und komplett umzulegenden Sitzen schafft Flexibilität und Vielseitigkeit.
Zur Markteinführung können die Kunden zwischen vier Triebwerken wählen: einem 70 kW/95 PS starken Benziner und drei Multijet-Dieselmotoren mit 66 kW/90 PS, 77 kW/105 PS und 99 kW/135 PS. Später will Fiat eine Variante mit bivalentem Benzin- und Erdgasbetrieb sowie einen weiteren Diesel mit automatisiertem Getriebe nachreichen.
Der sparsamste Motor ist der 1,3 Multijet mit 90 PS. Er soll nur 129 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen und damit die Bestmarke in diesem Fahrzeugsegment setzen. Allerdings erfüllt das Aggregat nur die Abgasnorm Euro 4 und soll mittelfristig einer 90 PS starken Variante aus Fiats neuer 1,6-Liter-Dieselbaureihe weichen.
Parallel zum Pkw-Doblò debütiert die Nutzfahrzeugvariante Doblò Cargo. Der Laderaum nimmt Gegenstände von bis zu 2,2 Metern Länge auf, bietet eine lichte Weite von 1,23 Metern zwischen den Radkästen sowie ein Volumen von 3,4 bis 4,2 Kubikmetern. Der City-Transporter kann je nach Version 750 bis 1.000 Kilogramm zuladen. Ausgerüstet mit dem 1.3 Multijet und 90 PS verbraucht der Doblò Cargo laut Fiat lediglich 4,8 Liter Diesel auf 100 Kilometern.
Der Kleintransporter ist in sieben Ausführungen erhältlich – als Kastenwagen mit kurzem und langem Radstand, mit Hochdach, als Fünfsitzer mit kurzem und langem Radstand sowie als Fahrgestell mit abgesenktem Rahmen, ebenfalls in beiden Radständen. Dieses Chassis bietet der Hersteller als Aufbau-Basis etwa für Kühltransporter, Pritschenwagen oder Kipper an.
Der Marktstart für den neuen Fiat Doblò ist für den Februar 2010 vorgesehen. Er kann bereits ab Dezember 2009 bestellt werden. Preise hat Fiat noch nicht bekannt gegeben.
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