Neue Abarth-Modelle: Nach oben offen

Der Abarth 500 C kombiniert den herzigen Charme eines Rolldach-Cabrios mit ernsthafter Renntechnik

29.06.2010 | Autor: Jan Rosenow

Viel auffälliger als mit dem schwarz-weißen Abarth 500 C kann man nicht Kleinwagen fahren.

Mit zwei neuen Modellen läutet die Fiat-Sportmarke Abarth den Sommer ein. Der Abarth Punto Evo (Basispreis 19.500 Euro) tritt die Nachfolge des Abarth Grande Punto im Segment der kompakten Sportlimousinen an. Und mit dem Abarth 500 C (Basispreis 21.000 Euro) kombiniert die Marke Cabrio-Feeling mit dynamischen Fahrleistungen.

Beim Abarth 500 C steht trotz aller Sportlichkeit das Design im Mittelpunkt. Markantes Erkennungszeichen des Zweitürers ist die zweifarbige Lackierung. Der Kunde kann wählen zwischen einer auffälligen Schwarz-Weiß-Kombination und einer eleganteren Variante mit zwei Grautönen. Als Antrieb dient ein 1,4-Liter-Turbobenziner, der 103 kW/140 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 206 Newtonmeter zur Verfügung stellt. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h und einem Wert von 8,1 Sekunden für die Beschleunigung von null auf 100 km/h erreicht das hübsche Cabriolet flotte Fahrleistungen, soll aber trotzdem nur 6,5 Liter auf 100 Kilometer (Durchschnittswert) verbrauchen.

Eine technische Besonderheit ist das automatisierte Fünfganggetriebe Abarth Competizione, das Bestandteil der Serienausstattung ist. Diese Halbautomatik ermöglicht Gangwechsel mittels Schaltwippen am Lenkrad. Zusätzlich stellt das Getriebe einen Automatikmodus zur Verfügung.

Aktiviert der Fahrer den Sport-Boost-Modus, wird neben dem Ansprechverhalten von Motor und Dualdrive-Servolenkung auch die Arbeitsweise des Getriebes deutlich reaktionsfreudiger. In dieser Stellung führt die elektrohydraulische Steuerung Gangwechsel besonders schnell durch.

Variable Ventilsteuerung im Punto

Neues Spitzenmodell von Abarth ist der Punto Evo. Als erstes Fahrzeug der Marke besitzt er einen Motor mit Multi-Air-Technik, der 120 kW/163 PS leistet. Multi-Air ersetzt die herkömmliche Nockenwelle durch ein elektrohydraulisches System und ermöglicht so, die Ventile auf der Einlassseite vollkommen variabel zu steuern. Im Vergleich zu einem konventionellen Triebwerk steigert diese Technik Leistung und Drehmoment und reduziert Verbrauch und Schadstoffemissionen. Der Abarth Punto Evo schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 213 km/h und beschleunigt von null auf 100 km/h in 7,9 Sekunden (Werksangaben).

Das Triebwerk ist außerdem mit einer Start-Stopp-Automatik ausgestattet, die den Motor bei einem Halt automatisch abschaltet. Sobald die Kupplung betätigt wird, startet die Automatik das Triebwerk wieder. Das senkt laut Fiat die Schadstoffemissionen im Stadtverkehr um bis zu zehn Prozent und im offiziellen Verbrauchsmesszyklus um rund 3,5 Prozent. Im Durchschnitt soll der kompakte Sportler 6,1 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Der CO2-Ausstoß liegt bei 142 Gramm pro Kilometer.

Auch die Innenausstattung des Punto hat Abarth komplett überarbeitet. Das Design der verwendeten Materialien soll an den Asphaltbelag von Rennstrecken erinnern. Die Instrumente des Herstellers Jaeger bilden eine Reminiszenz an die Motorsporttradition der Marke Abarth. Sie weisen größere Zifferblätter auf als beim Serienauto. In Kombination mit den Ledersitzen ist die Umrahmung des Armaturenbretts mit Leder überzogen. Rot und gelb abgesetzte Nähte sorgen für optische Akzente.


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