Audi A1: Der A8 für die City

Mit jeder Menge Technik aus der Luxusklasse greift Audi im Kleinwagensegment an

06.07.2010 | Autor: Jan Rosenow

Kleiner Luxus: Der Audi A1 richtet sich an wohlhabende Stadtbewohner.

Die Länge hat bei Autos nichts mehr zu sagen. Auch wenn der neue Audi A1 mit seinen 3,95 Metern nominell in die Kleinwagenklasse gehört, ist er ihr mit seiner Ausstattungsvielfalt, seinen High-Tech-Features und nicht zuletzt seiner Preisgestaltung längst entwachsen. Mit viel Technik aus den größeren Audi-Baureihen ist er ein Angebot für Leute, die ein kompaktes Auto fahren wollen, nicht müssen.

Typisch für Audi, macht das Design einen großen Teil der Anziehungskraft des neuen A1 aus. Der Single-Frame-Grill mit seinen angeschrägten oberen Ecken stammt direkt von der Luxuslimousine A8 und sorgt ebenso für Wiedererkennungswert wie für Überholprestige. Daran wirken auch die Scheinwerfer mit ihrem ebenfalls Audi-typischen, geschwungenen Tagfahrlicht mit.

Die breite Spur lässt den Wagen muskulös und unerschütterlich auf der Straße stehen; von der Seite stellt der geschwungene und in Kontrastfarbe lackierte Dachbogen das auffälligste A1-Designelement dar. Riesige Radhäuser für Räder bis zu 18 Zoll bekräftigen den sportlichen Anspruch, mit dem die Audi-Ingenieure den Baby-A8 konstruierten. In der Hinteransicht betont die umgreifende Heckklappe die Breite des Autos.

Über die zehn Lackfarben und die vier Kontrastfarben für den Dachbogen hinaus bietet Audi eine breite Palette an Individualisierungsmöglichkeiten an. Klebefolien, Aerodynamikteile und vieles mehr sorgen für rund 800 mögliche Konfigurationen, sodass sich selten zwei identische A1 auf der Münchener Leopoldstraße begegnen dürften.

Keine Spielerein im Innenraum

Das Armaturenbrett haben die Designer komplett in seriöses Mattschwarz gehüllt und Spielereien wie Klavierlack, Holzdekor oder metallisiertes Plastik unterlassen. Fein gezeichnete Instrumentenskalen und solide rastende und klickende Schalter sind typisch für Audi und unterstreichen den Premiumanspruch des A1.

Das Bediensystem MMI, das auf Wunsch zu haben ist, kommuniziert mit dem Fahrer über einen versenkbaren Bildschirm mit 6,5 Zoll Diagonale. Das hochauflösende Display soll in der nächsten Ausbaustufe auch die Kartendarstellungen von Google Earth darstellen können – wie in der Luxuslimousine A8. Ebenfalls auf Wunsch gibt es ein Surround-Sound-System von Bose.

Alle Motoren mit Turbolader

Zum Marktstart können A1-Interessenten unter vier unterschiedlichen Motoren wählen – alle mit Aufladung und Direkteinspritzung. Einstiegsmotor ist eine neue Variante des 1,2-Liter-TFSI mit 63 kW/86 PS. Der bekannte 1,4-Liter mit 90 kW/122 PS rundet das Benziner-Angebot vorerst ab – womit es noch ausgebaut werden könnte, zeigen die anderen Modelle des Volkswagen-Konzerns. Dort leistet etwa der doppelt aufgeladene 1,4-Liter-TFSI bis zu 132 kW/180 PS.

Dieselfreunde können zwischen den beiden Leistungsstufen des 1,6-Liter-TDI (66 kW/90 PS oder 77 kW/105 PS) wählen. Ein Start-Stopp-System ist für alle Motoren serienmäßig. Nur gegen Aufpreis zu haben ist dagegen das Automatikgetriebe, ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mit trocken laufender Kupplung.

Audi verspricht für die beiden Dieselmotoren Durchschnittsverbräuche unter vier Litern auf 100 Kilometer. Das entspricht einer CO2-Emission von rund 100 Gramm pro Kilometer. Die Benziner sollen sich mit 5,2 bzw. 5,3 Litern zufriedengeben.

Der Einstiegspreis für den 1,2 TFSI in der Ausstattungslinie Attraction liegt bei 15.800 Euro. Die vorerst günstigste Möglichkeit, einen A1 Diesel zu fahren, kostet 18.800 Euro.


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