BMW i8: Jetzt auch offen

Premiere in Peking

03.04.12 | Autor: sp-x

BMW zeigt in Peking den i8 als Spyder. (Foto: BMW)
BMW zeigt in Peking den i8 als Spyder. (Foto: BMW)

Mit der Studie eines Elektro-Roadsters will BMW die Spannung auf die Serienversion des Stromsportlers i8 erhöhen. Der Zweisitzer mit Leichtbaukarosserie und Hybridantrieb feiert auf der Auto Show in Peking (27. April bis 2. Mai) Premiere. Das – dann allerdings als Coupé ausgeführte – Serienmodell wird für 2014 erwartet.

Optisch folgt der i8 Spyder dem Weg, den auf der IAA 2009 bereits das Vision Efficient Dynamics Concept eingeschlagen hat: Wichtigstes Gestaltungsmerkmal des Roadsters ist die flache Karosserie, die aus mehreren Schichten zu bestehen scheint. Gegenüber der ersten Studie ist die Länge leicht auf 4,48 Meter geschrumpft, auf die hintere Sitzbank wurde verzichtet. An ihrer Stelle finden nun zwei E-Roller Platz. Die vormals aus Glas ausgeführten Flügeltüren sind nun aus Karbon gefertigt und wirken somit seriennäher. Bei schlechtem Wetter sorgt ein zweiteiliges Hardtop für Schutz.

Rund 30 Kilometer soll der i8 rein elektrisch fahren können. Der Motor an der Vorderachse liefert 96 kW/131 PS und wird von einer in der Fahrzeugmitte montierten Lithium-Ionen-Batterie mit Strom versorgt. Ist diese leer, muss sie nicht sofort an die Steckdose. Stattdessen sorgt ein aufgeladener Dreizylinder-Turbobenziner als Generator für Nachschub.

Der 164 kW/223 PS starke Verbrennungsmotor an der Hinterachse dient aber nicht nur der Reichweitenverlängerung, sondern hilft bei Bedarf auch beim Antrieb. Gemeinsam mit dem Elektroaggregat entsteht so ein Hybridsystem mit 260 kW/354 PS Leistung, das den i8 in fünf Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch abgeregelt.

Niedriger Verbrauch dank Leichtbau

Während der E-Sportler sich bei den Fahrleistungen durchaus mit der konventionell angetriebenen Konkurrenz messen kann, soll er beim Verbrauch neue Maßstäbe setzen. Der Hersteller gibt einen Normwert von drei Litern auf 100 Kilometern an. Dabei werden aber auch die rund 30 rein elektrischen Kilometer gewertet, die bei jeder Fahrt nur einmal anfallen. Auf den zweiten hundert Kilometern dürfte der Verbrauch entsprechend höher sein.

Damit der Durst möglichst gering ausfällt, setzt der i8 auf Leichtbau. Die Fahrgastzelle besteht aus Karbon, der Großteil der Fahrwerksteile aus Aluminium. Ein Leichtgewicht ist der Roadster mit einem Leergewicht von 1.630 Kilogramm trotzdem nicht.

Das i8 Spyder Concept ist weniger ein Ausblick auf ein konkretes Roadster-Modell, sondern vielmehr ein Blick auf den Zwischenstand der Evolution des Öko-Sportlers. Der dürfte in zwei Jahren dann als Coupé starten. Bereits ein Jahr davor will BMW mit dem Kleinwagen i3 sein erstes Elektroauto auf den Markt bringen. Das Stadtauto soll rund 40.000 Euro kosten; der Sportwagen dürfte spürbar teurer ausfallen.


Kommentar zum Beitrag schreiben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 32844400) | Fotos: BMW

Showroom
Audi hat es mit dem A5 vorgemacht: Genau wie die Ingolstädter löst jetzt auch BMW sein Mittelklasse-Coupé aus der angestammten Familie und verkauft den zweitürigen 3er ab Herbst als 4er. lesen
GVO: Online-Dossier zur Neuregelung
Die geänderten EU-Spielregeln
Die EU hat einen Paradigmenwechsel im Neuwagenhandel vollzogen. Was die neuen Bestimmungen besagen und was die Service-GVO bedeutet, zeigen Analysen von »kfz-betrieb« in Print und Online. Mehr
Geschäftsdrucksachen für Kfz-Werkstätten

Vogel Forma beliefert Kfz-Reparaturbetriebe in ganz Deutschland mit Formularen und Geschäftsdrucksachen. Zum Portfolio gehören zudem Organisations- und Betriebsmittel.

Zum Online-Shop von Vogel Forma