Sieben Prozent der Kfz-Schäden erregen Verdacht

„Dubiosschäden“ werden eingehend geprüft

| Autor: Andreas Grimm

(Bild: GDV)

Sieben Prozent aller Schadensmeldungen an Kfz-Versicherungen kommen den Sachbearbeitern verdächtig vor. Laut einer Auswertung des Gesamtverbands der Versicherer (GDV) gelten diese Fälle als dubios, weil die Angaben nicht stimmig sind. Häufig passt die Schadenschilderung nicht zum Schadenbild oder die Betroffenen machen widersprüchliche Angaben.

„Natürlich ist die weitaus überwiegende Mehrheit unserer Kunden ehrlich und nicht jede dubiose Schadenmeldung ist ein Fall von Versicherungsbetrug“, relativiert Roland Stoffels, Vorsitzender der Kommission Kriminalitätsbekämpfung im GDV, die Zahl „Nichtsdestotrotz müssen Versicherer dubiose Schadenfälle eingehender prüfen und auf diese Weise Versicherungsbetrug entgegentreten – denn die Betrüger bereichern sich auf Kosten unserer ehrlichen Kunden.“

Insgesamt kalkulieren die Schaden- und Unfallversicherer mit einem wirtschaftlichen Schaden von vier bis fünf Milliarden Euro, den Versicherungsbetrüger jedes Jahr verursachen. „Die Ergebnisse der Auswertung decken sich mit unserer bisherigen Schätzung, wonach zehn Prozent der Schadenzahlungen von Betrügern gefordert werden“, sagt Stoffels.

Im Bereich der Kfz-Versicherungen geht es dabei scheinbar noch recht ehrlich zu. Der Quote von 7 Prozent an „Dubiosfällen“ stehen 9 Prozent bei den Sachversicherungen und sogar 16 Prozent in der privaten Haftpflichtversicherung gegenüber. Grundsätzlich sei Versicherungsbetrug kein Kavaliersdelikt, verdeutlicht der GDV. Neben den direkten Regressforderungen drohen dem betrügerischen Versicherungsnehmer hohe Geldstrafen bis hin zum Gefängnisaufenthalt.

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