Fahrradfahrer stellt Google-Auto vor Probleme

Leichte Bewegungen überfordern autonome Steuerung

| Autor: Christoph Seyerlein

Ein Fahrradfahrer hat einen Lexus mit Google-Technik vor Probleme gestellt.
Ein Fahrradfahrer hat einen Lexus mit Google-Technik vor Probleme gestellt. (Foto: Google)

Ein Fahrradfahrer aus den USA hat einen Lexus, der von Google mit Technik für autonomes Fahren ausgestattet war, an einer Kreuzung vor Probleme gestellt. Das Szenario beschreibt der Radler selbst im Fahrradforum „roadbikereview“.

Demnach hätten sowohl das Auto als auch der Radfahrer beinahe gleichzeitig an einer Kreuzung mit „4-way stop signs“ gehalten. Diese Kreuzungsart, bei der statt Ampeln an allen vier Straßen Stoppschilder stehen, ist in den USA und Kanada üblich. Laut Verkehrsregeln hat derjenige Vorfahrt, der die Kreuzung zuerst erreicht.

„Das Google-Auto erreichte die Kreuzung den Bruchteil einer Sekunde vor mir, es hatte also Vorfahrt“, schreibt der Radfahrer in seinem Beitrag. Allerdings fuhr der Wagen nur kurz an und stoppte dann abrupt wieder ab. Der Grund dafür liegt wohl darin, dass der Radler einen „Track Stand“ vollführte. Das heißt, dass er mit minimalen Bewegungen nach vorn und hinten an den Pedalen das Gleichgewicht hielt, ohne absteigen zu müssen.

Damit irritierte er vermutlich die Elektronik des Autos so sehr, dass es sofort abbremste. „Diese kleine Tanzeinlage ging für etwa zwei Minuten so weiter, das Auto erreichte nicht einmal die Mitte der Kreuzung“, beschrieb der Radfahrer die kuriose Szene.

Google reagierte in der „Washington Post“ auf den Vorfall. Dieser sei „ein gutes Beispiel für das Feedback, das man sich von der Community wünsche“, um die Software der eigenen Fahrzeuge weiter zu verfeinern, wird eine Sprecherin des Tech-Konzerns zitiert.

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