Reifenmarkt 2015: Nur ein kleines Minus

BRV-Fazit: „Nicht so schlimm wie befürchtet“

| Autor: Jan Rosenow

Lichtblick? Der Reifenabsatz sannk 2015 „nur“ um zwei Prozent.
Lichtblick? Der Reifenabsatz sannk 2015 „nur“ um zwei Prozent. (Foto: Rosenow)

Der Reifen-Ersatzmarkt hat sich im Jahr 2015 erneut verkleinert. Im stückzahlmäßig größten Segment Pkw-Reifen, das einen Anteil von gut vier Fünfteln am gesamten Reifenersatzgeschäft ausmacht, fiel der Absatzrückgang mit durchschnittlich zwei Prozent am höchsten aus. Dabei sank der Absatz an Sommer- und Ganzjahresreifen um ein Prozent auf 22,1 Millionen Stück, Pkw-Winterreifen wurden – eine Folge des erneut sehr milden Winters – 3,3 Prozent weniger verkauft als im Vorjahr (18,7 Millionen Stück).

„Mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2015 kann der deutsche Reifenfachhandel nicht wirklich zufrieden sein. Dennoch hat es sich insgesamt etwas besser entwickelt, als wir im Jahresverlauf zeitweise befürchtet hatten“, resümiert Peter Hülzer, geschäftsführender Vorsitzender des Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV).

Mit einem Plus von knapp 13 Prozent entwickelte sich der Verkauf von Offroad-Reifen hingegen deutlich positiver als erwartet. Diese Entwicklung resultiert aus den Veränderungen im Fahrzeugbestand: Der Anteil an SUVs und vierradgetriebenen Fahrzeugen nimmt stetig zu, also steigt prozentual auch der Ersatzbedarf an Reifen für diese Fahrzeugklasse. Die Verkaufsstatistik belegt das: Der Anteil Offroad am gesamten Ersatzgeschäft mit Consumer-Reifen ist im Vergleich der letzten beiden Jahre von sieben auf knapp acht Prozent gestiegen. Für 2016 rechnet der BRV mit einem erneuten Absatzplus an Offroad-Reifen, wenn auch weniger stark als in 2015.

Im Segment Leicht-Lkw-Reifen erfuhr der Stückverkauf mit minus 1,9 Prozent den zweitstärksten Rückgang. Rund 3,14 Millionen an neuen und runderneuerten Sommer- und Winterreifen wurden hier abgesetzt.

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