Fitness-Programme für den E-Antrieb

Forschung für bessere Reichweite und Schutz gegen Kälte

| Autor: sp-x

Die Ladung von E-Mobilen erzeugt Vorbehalte, die ein japanisches Forschungsprojekt beseitigen will.
Die Ladung von E-Mobilen erzeugt Vorbehalte, die ein japanisches Forschungsprojekt beseitigen will. (Foto: Nissan)

Der lang erwartete Siegeszug des Elektroautos wird aktuell noch von den notorischen Schwächen des emissionsfreien Antriebskonzepts ausgebremst. Zwei davon wollen japanische Wissenschaftler nun entschärfen: die eingeschränkte Tauglichkeit im Winter und die uneingeschränkte Abhängigkeit von der Batterie.

Auf der nördlichen und schneereichen Insel Hokkaido arbeitet aktuell ein Team aus acht Firmen mit staatlicher Unterstützung an einem speziellen Winter-E-Mobil. Auf der Motor Show im Wintersportort Sapporo hat nun laut der „Japan Times“ ein erster Prototyp Premiere gefeiert. Zu den technischen Besonderheiten des rundlichen Einsitzers zählt ein zuschaltbarer Allradantrieb für das Fahren auf glatter Oberfläche. Im Normalbetrieb wird auf Effizienzgründen lediglich die Hinterachse angetrieben. Außerdem haben die Entwickler speziell die Wärmeisolation im Blick, um die Heizung und damit die Batterie zu entlasten.

Generelle Entlastung von Batteriesorgen verspricht ein anderes Forschungsprojekt in Japan: Ingenieure an der Toyohshi-Universität arbeiten an einem E-Auto ohne eigenen Akku. Der Strom für den Antrieb soll stattdessen aus der Straße kommen. Dank spezieller Räder soll das Fahrzeug die Energie aus Stahlleitungen unter dem Asphalt aufnehmen können.

Ein erster Prototyp hat mit dieser Technik nun eine Geschwindigkeit von knapp 10 km/h erreicht. Bis zum Einsatz in großem Stil dürfte es noch ein weiter Weg sein. Allerdings arbeiten auch die großen Autohersteller bereits an alternativen Arten der Stromversorgung. Volvo etwa hat bereits Straßen mit Induktivladung getestet, Goodyear hat auf dem Genfer Salon 2015 einen Reifen gezeigt, der aus Reibungswärme Strom gewinnt.

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