Digitale Technologien in Ausbildung integrieren

Bildungspolitisches Gespräch des Kfz-Gewerbes NRW

| Autor: Timo Schulz

Anton Ochsenkühn fordert die stärkere Integration digitaler Technologien in die Ausbildung.
Anton Ochsenkühn fordert die stärkere Integration digitaler Technologien in die Ausbildung. (Foto: Kfz-Gewerbe NRW)

Moderne Technologien müssen adäquat in die Ausbildung integriert werden. Deutschland liegt in der praktischen Anwendung solcher Technologien weit hinter anderen Ländern zurück. „Jugendliche haben in Zeiten der Globalisierung den Umgang mit digitalen Medien bereits verinnerlicht“, sagte Referent Anton Ochsenkühn beim „Bildungspolitischen Gespräch“ des Kfz-Gewerbes NRW. „Sie sind integraler Bestandteil ihres Lebens.“ Entsprechend fordert Ochsenkühn, diese Innovationen für die die betriebliche Ausbildung zu nutzen.

Neben Apps wie beispielsweise die Kfz-Prüfungstrainer von »autoFACHMANN« und »autoKAUFMANN« lassen sich in kürzester Zeit über das Internet oder über integrierte Sprachassistenten auch berufsspezifische Informationen einholen. Daneben können selbst erstellte Sprachnachrichten der Auszubildenden oder Fotos von Zeichnungen und Nachbauten zum Beispiel für Präsentationen sowie Berichtshefte zum Einsatz kommen. Ochsenkühn ist überzeugt, dass moderne digitale Methoden die bisherigen Methoden ideal ergänzen und den Azubis somit eine praxisnahe und spannende Ausbildung garantieren.

Mit dem zurzeit hochaktuell politischen Thema „Flüchtlingskrise“ zeigte Jürgen Koch von der Agentur für Arbeit (Oberhausen) den Besuchern anschließend auf, dass es sich für ein Unternehmen lohnt, neue Wege zu gehen und die Potenziale von geflüchteten Menschen stärker in den Fokus zu nehmen, um sie in Arbeit oder Ausbildung zu bringen. „Geflüchtete Menschen bringen oft berufliche und soziale Kompetenzen sowie Erfahrungen aus ihren Herkunftsländern mit“, so Koch.

Betriebliche Berufsausbildungen beispielsweise können ab dem vierten Monat des Aufenthalts in Deutschland problemlos beginnen. Für die betriebliche Integration der Geflüchteten sei zunächst einmal darauf zu achten, dass diese aus sogenannten „nicht sicheren Herkunftsländern“ stammen. Die Herkunft der Geflüchteten aus diesen Gebieten garantiere ihnen eine hohe Bleibewahrscheinlichkeit. Die dreimonatige Zeit vor Beginn der Berufsbildung werde in der Regel zur Sprachförderung genutzt.

In Deutschland werde ein Umdenken dahingehend stattfinden, dass selbst Flüchtlinge mittleren Alters noch eine Ausbildung durchlaufen sollten – davon ist Koch überzeugt. Zum einen hätten auch die Älteren noch viele Arbeitsjahre vor sich. Zum anderen brächten diese Menschen eine ausgesprochen hohe Arbeitsbereitschaft und Motivation mit.

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