03.04.2008 | Redakteur:
Der europäische Kfz-Verband Cecra feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Cecra (Conseil Européen du Commerce et de la Réparation Automobiles) begeht den Geburtstag mit einer Leistungsbilanz und einem Ausblick auf die aktuellen Herausforderungen.
"Die heiße Phase" für eine neue Gruppenfreistellungsverordnung binde alle Kräfte, resümiert Professor Dr. Jürgen Creutzig, Präsident des Europäischen Kfz-Gewerbes, unter Hinweis auf die bevorstehende Terminfülle. Im Mittelpunkt der Konsultationen mit der Spitze der Europäischen Politik stehe die Mittelstands-Komponente für die Autohäuser und Werkstätten in Europa, die von manchen Entscheidungsträgern in Brüssel mehr oder weniger missachtet werde. "Wir wollen eine Kfz-spezifische Regelung mit der Erhaltung der bewährten Vorschriften für den Händlervertrag", sagte Creutzig.
Auf Cecra-Initiative hin seien gerade in letzter Zeit mehrere wichtige Projekte auf EU-Ebene erfolgreich gestartet wurden. Dazu gehöre die Euro5/Euro6-Regelung. Sie sei maßgeblich beeinflusst worden durch eine Cecra-Arbeitsgruppe, die von dem deutschen Kfz-Unternehmer Bernhard Wirtz und dem Geschäftsführer des ZDK, Rudolf Schüssler, geleitet werde.
Cecra vertritt die Interessen von rund 350.000 Betrieben der Automobilwirtschaft, davon sind 120.000 fabrikatsgebunden. Mit etwa 2,8 Millionen Beschäftigten und einem Umsatz von 800 Milliarden Euro ist das mittelständische Kraftfahrzeuggewerbe eine "Europäische Größe". Dem Verband gehören inzwischen nationale Verbände aus 27 Ländern an.
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