ACEA: Radikale Änderung der GVO nicht zwingend

Künftige Regelung soll "einfacher" und "moderner" werden

20.09.2007 | Redakteur:

Trotz bestehender Unterschiede in Detailfragen sehen die europäischen Automobilhersteller keine Notwendigkeit für radikale Änderungen bei den künftigen Regeln für den Automobilvertrieb und -Service in Europa. Diese Einschätzung vertrat der Brüsseler Repräsentant des Verbandes der europäischen Automobilhersteller (ACEA), Marc Greven, vor der Mitgliederversammlung des euopäischen Kfz-Gewerbeverbandes Cecra am 19. September in Brüssel.

Vielmehr sollte eine Vereinfachung und Modernisierung der derzeitigen Kfz-GVO ins Auge gefasst werden, die weniger auf Detailregelungen als auf die ökonomischen Auswirkungen ausgerichtet sein sollte. Man brauche für eine längere Dauer klare Regeln, die sich auf die wichtigsten Punkte beschränken. Allerdings sei bei ACEA noch keine endgültige Abstimmung über eine Stellungnahme gegenüber der Kommission erfolgt.

Laut Greven legen die Automobilhersteller besonderen Wert darauf, dass die Möglichkeit der quantitativen Selektion der Händler erhalten bleibt und Mindestbedingungen (zum Beispiel getrennte Verkaufsflächen) beim Mehrmarkenbetrieb weiterhin vorgeschrieben werden können. Auch die Freiheit des Direktvertriebs müsste für die Hersteller weiter gegeben bleiben.

Dem Vorschlag aus den Reihen der Cecra-Vertreter, die geforderten Standards auch am regionalen Marktpotenzial der jeweiligen Marke zu orientieren, hielt Greven entgegen, dass die GVO eine Gleichbehandlung aller Partner vorschreibt. Solche differenzierten Standards wären deshalb nur schwer zu realisieren. In der Frage des Zugangs zu technischen Informationen sieht der ACEA-Repräsentant gerade nach den jüngsten Klarstellungen der EU-Kommission keinen Handlungsbedarf mehr. Durch die Vorschriften zur europäischen Abgasgesetzgebung und Typgenehmigung sei dieser Zugang für alle Werkstätten künftig festgeschrieben.


Kommentar zum Beitrag schreiben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 0) | Fotos: Archiv

Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe
Der ZDK ist der Branchenverband und Dienstleister für die gut 39.100 Kfz-Betriebe in Deutschland. Zur ZDK-Homepage
Landesverbände des ZDK
Die Kontaktdaten zu den 14 Landesverbänden im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe. Zur Adress-Übersicht
Innungen von A bis Z
Kontaktdaten zu den Innungen  und Kreishandwerkerschaften für die Kfz-Betriebe. Zur Adress-Übersicht
GVO: Online-Dossier zur Neuregelung
Die geänderten EU-Spielregeln
Die EU hat einen Paradigmenwechsel im Neuwagenhandel vollzogen. Was die neuen Bestimmungen besagen und was die Service-GVO bedeutet, zeigen Analysen von »kfz-betrieb« in Print und Online. Mehr