Acea-Chef: "Schon ziemlich nah am Ziel"

Präsident Sergio Marchionne kritisiert das "Misstrauen der Politik"

05.06.2007 | Redakteur:

Die Autohersteller in der EU haben nach Angaben ihres europäischen Verbandspräsidenten die CO2-Reduktion auf 140 Gramm pro Kilometer schon fast umgesetzt. "Wir sind schon ziemlich nahe am Ziel", sagte Acea-Präsident Sergio Marchionne, der auch Fiat-Konzernchef ist, im Gespräch mit dem Fachblatt "auto motor und sport". Die Autobauer hatten sich selbst verpflichtet, den Grenzwert bis 2008 zu erreichen.

Marchionne kritisierte zugleich, dass Brüssel den Autoherstellern voller Misstrauen und Unverständnis entgegentrete. "Wenn wir sagen, wir schaffen die 130 Gramm nicht schon bis zum Jahr 2012, einfach, weil es nicht möglich ist, dann sollte man das anerkennen und nach intelligenteren Lösungen und Zielen suchen. Etwa durch besseres Verkehrsmanagement, Benzin oder Reifen mit weniger Rollwiderstand", sagte Marchione.

Die Frage sei nicht, ob man noch weitere Absenkungen des CO2-Ausstoßes erreichen könne, sondern zu welchen Preisen, sagte Verbands-Vize Patrick Pélata (Renault). "Wenn nur reiche Leute Öko-Autos kaufen können, werden wir den Planeten nicht retten", sagte Pélata dem Blatt.


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