19.02.2010 | Redakteur: Christoph Baeuchle
Die Ausbildungssituation in Nordrhein-Westfalen hat sich wesentlich verschlechtert. An vielen Standorten falle der berufsbezogene Unterricht aus, weil an den Berufsschulen Lehrer fehlen, so Paul Laser, Vorsitzender des Berufsausbildungsausschusses NRW beim 14. Bildungspolitischen Aschermittwoch-Gespräch in Mühlheim/Ruhr. Es fehle der Nachwuchs im Bereich der Berufsschullehrer.
Paul Laser forderte, die Anstrengungen für eine mittel- und langfristige Verbesserung der Versorgung mit Berufsschullehrern im Fachunterricht aufrechtzuerhalten. Für die aktuelle Unterversorgung müssten kurzfristige Hilfen gefunden werden.
Laser warnte vor einer negativen Auswirkung auf die Betriebe. Dem Ausbildungsbetrieb als Vertragspartner drohen Konsequenzen, wenn der duale Partner Berufsschule seinen Unterrichtsverpflichtungen nicht in vollem Umfange nachkomme und der Auszubildende deswegen die Prüfung nicht schaffe, so Laser.
Kurzfristig dürfte dies schwierig werden: Ein Lehrer, den ich heute einstellen will, hätte vor etwa zehn Jahren mit seinem Studium beginnen müssen“, sagte der für Schulen in NRW zuständige Staatssekretär Günter Winands. „Damals gab es aber einen starken Überhang in den technischen Studiengängen, so dass von einem Studium in diesem Bereich abgeraten wurde – diese Studenten fehlen uns heute als Lehrer.“
Winands weist darauf hin, dass in den vergangenen Jahren trotz des einsetzenden demografischen Wandels dreihundert zusätzliche Lehrer an den Berufsschulen eingestellt worden seien. Es fehlten keine freien Stellen in den Berufsschulen, sondern geeignete Kfz-Lehrer. Die Bemühungen, junge Menschen für den Beruf des Kfz-Berufschullehrers zu interessieren, werde, so Winands, zum Teil durch die finanziellen Offerten der Industrie erschwert.
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