ACEA: Neuzulassungen legen leicht zu

Im Februar knapp eine Million Einheiten verkauft

16.03.2010 | Redakteur: Christoph Baeuchle

Die Branche ist weltweit im Aufwind, allerdings gibt es auch einige Märkte wie Deutschland, die im Rückwärtsgang sind.

Der europäische Automarkt ist weiter im Aufwärtstrend. Im Februar hätten die Neuzulassungen in Europa (EU 27) im Vergleich zum Vorjahresmonat um drei Prozent auf 974.346 Einheiten zugelegt, teilte der europäische Herstellerverband ACEA am Dienstag mit. Damit sei der Absatz in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres um 7,9 Prozent auf mehr als zwei Millionen Einheiten gestiegen.

Damit konnten andere europäische Märkte den Absatzeinbruch auf dem deutschen Markt mehr als ausgleichen: Mit Spanien (+ 47 Prozent), Großbritannien (+ 26 Prozent), Italien (+ 21 Prozent) und Frankreich (+ 18 Prozent) verzeichneten alle großen Märkte ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begründete die Zuwächse mit einer zum Teil sehr niedrigen Vergleichsbasis des Vorjahres und Auswirkungen staatlicher Förderprogramme.

Anders sieht es in den neuen EU-Mitgliedsländern aus, die überwiegend Absatzrückgänge verbuchten: So gingen die Neuzulassungen in Rumänien (- 63 Prozent), Ungarn (- 58 Prozent) und Polen (- 19 Prozent) zum Teil kräftig zurück.

Sorgenkinder russischer Markt

Auch die meisten anderen Märkte konnten laut VDA im Februar zulegen. So verzeichnete der US-Markt im Februar die fünfte Absatzsteigerung in Folge: Die Neuzulassungen von Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) stieg um 13 Prozent und in Brasilien wurden gut 10 Prozent mehr Light Vehicles verkauft.

Noch positiver entwickeln sich die Zahlen in Asien: Mit 395.600 neu zugelassenen Fahrzeugen stieg der Absatz in Japan im Februar um mehr als ein Fünftel. Die japanische Regierung hatte bereits Ende letzten Jahres eine Verlängerung der Konjunkturmaßnahmen beschlossen. In China verbuchten die Verkäufe von Pkw im Februar – ungeachtet des einwöchigen Neujahrsfestes – einen Anstieg von über 51 Prozent und in Indien legte das Neuwagengeschäft um 34 Prozent zu.

Nur der russische Markt kränkelt weiterhin. Hier sank der Absatz im Februar um fast 32 Prozent auf 91.900 Einheiten. Nun hofft die Branche, dass die im März eingeführte staatliche Prämie für Altautos die Pkw-Nachfrage wieder anschiebt. Allerdings gilt dies nur beim Kauf von in Russland gefertigten Neuwagen.


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