Rademacher fordert politische Weichenstellung

Kritik an unklarer Winterreifenpflicht und E-Förderung

14.09.2010 | Redakteur: Andreas Grimm

ZDK-Präsident Robert Rademacher fordert von der Politik Entscheidungen hinsichtlich der Winterreifenpflicht und der Förderung der Elektromobilität.

Klare Verhältnisse bei der Winterreifenpflicht hat Robert Rademacher, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), gefordert. Anlässlich der Eröffnung der Automechanika am 14. September in Frankfurt betonte er, im Sinne der Verkehrssicherheit, aber auch für den Vertrauensschutz im Handel und bei den Autofahrern sei eine Präzisierung der Vorschrift dringend geboten.

Die Straßenverkehrsordnung (Paragraph 2, Absatz 3a) schreibt vor, dass die Ausrüstung von Kraftfahrzeugen den Wetterverhältnissen anzupassen ist. Dazu gehört insbesondere eine geeignete Bereifung. Dieser Passus war dem Oberlandesgericht Oldenburg nicht präzise genug. Ein entsprechendes Urteil sorgte inzwischen für große Verunsicherung.

Darüber hinaus sprach sich Rademacher für die Förderung des Erwerbs von Elektrofahrzeugen aus. Anders sei das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 etwa eine Million Elektrofahrzeuge auf die deutschen Straßen zu bringen, kaum zu erreichen. Andernfalls bestehe die Gefahr, im Vergleich mit anderen Ländern wie zum Beispiel Frankreich ins Hintertreffen zu geraten.

„Wer eine führende Rolle im Zukunftsmarkt Elektromobilität spielen will, muss dafür sorgen, dass entsprechende Volumina dieser Fahrzeuge rasch in den Verkehr kommen“, sagte Rademacher. Außer Kaufanreizen analog der Umweltprämie sprach sich der ZDK-Präsident dafür aus, zinslose Kredite und steuerliche Vergünstigungen beim Kauf eines Elektrofahrzeugs zu gewähren. Weitere positive Effekte könnten durch freies oder begünstigtes Parken in innerstädtischen Bereichen sowie die Einführung des Wechselkennzeichens erzielt werden.


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