Volkswagen startet mit Absatzminus ins Jahr

Weniger Steuervergünstigungen in China

| Autor: Andreas Wehner

(Bild: VW)

Volkswagen hat im Januar weniger Autos ausgeliefert als ein Jahr zuvor. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, ging der Absatz des Konzerns weltweit um 4 Prozent auf 813.700 Einheiten zurück.

„Nach einem starken Wachstum im vergangenen Jahr haben in China Sondereffekte zu Beginn des Jahres das Auslieferungsergebnis beeinflusst“, sagte Konzernvertriebschef Fred Kappler. Dort waren Steuervergünstigungen für Fahrzeuge kleinerer Hubraumklassen zum Jahresende 2016 deutlich zurückgefahren worden. Zudem hatte der Januar aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes einen Arbeitstag weniger als im Vorjahr. Der chinesische Markt war im Januar nach Zahlen des Branchenverbands PCA insgesamt um 9,8 Prozent zurückgegangen, Volkswagen lieferte 14 Prozent weniger Fahrzeuge aus als noch vor einem Jahr.

Doch der Konzern hat derzeit auch hausgemachte Probleme in seinem größten Einzelmarkt. So streitet sich Audi in China mit den bestehenden Händlern, weil der Autobauer das Netz dort breiter aufstellen möchte. Das habe im Januar zu einer „temporären Zurückhaltung der Audi-Händler bei der Disposition“ geführt. Bei Audi betrug das Minus in China 35,3 Prozent, bei VW Pkw immerhin 11,8 Prozent.

Insgesamt lieferte die Kernmarke im Januar 495.900 Einheiten aus – 4,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Für Audi verzeichnete der Konzern einen Rückgang um 13,5 Prozent auf 124.000 Einheiten. Auch der Nutzfahrzeughersteller MAN trug mit minus fünf Prozent zum negativen Absatzergebnis bei. Alle anderen Fabrikate lagen dagegen im Plus.

Der gesamte Konzern verkaufte in fast allen Vertriebsregionen mehr Fahrzeuge. Lediglich die Region Asien-Pazifik war aufgrund der Schwäche in China mit minus 13,9 Prozent deutlich rückläufig. In Westeuropa steigerte Volkswagen im Januar die Verkäufe über alle Marken hinweg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,8 Prozent. In Zentral- und Osteuropa gingen die Auslieferungen um 13,6 Prozent nach oben. In Nordamerika gingen 9 Prozent mehr Fahrzeuge an die Kunden, in Südamerika waren es trotz des rückläufigen brasilianischen Marktes noch 8,6 Prozent mehr.

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