Tata kommt nach Deutschland

Vier Modelle für den schmalen Geldbeutel

24.11.2008 | Redakteur: Gerd Steiler


Startschuss für den Tata-Distributor „Green Rent“ im Mitsubishi-Autohaus Wörner: Zum Gruppenbild mit Auto stellen sich Autohaus-Chef Hermann Wörner (Mitte), Green-Rrent/Tata-Geschäftsführer Giuseppe Cicorella (li.), Berater Walter Bölke (re.) und der neue Tata-Geländewagen Safari.

Das Mitsubishi-Autohaus Hermann Wörner in Kissing bei Augsburg ging vor wenigen Tagen als erster Stützpunkthändler der Firma Green Rent ans Netz. Sie will den Vertrieb der indischen Marke Tata in Deutschland aufbauen. Weitere 15 Händler in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und den neuen Bundesländern sollen alsbald folgen.

Wie der Geschäftsführer von „Green Rent“, Giuseppe Cicorella, am vergangenen Wochenende bei einem Händlertreffen vor rund 20 Teilnehmern im Autohaus Wörner mitteilte, gebe es derzeit rund 80 weitere Anfragen von Händlern der Marken Ford, Mazda, Mitsubishi, Opel und Renault, die die indische Marke in ihr Portfolio aufnehmen möchten. „Unser Ziel ist es, die Zahl der deutschen Green-Rent-Händler bis Frühjahr nächsten Jahres auf etwa 120 bis 150 zu erhöhen“, ergänzte Walter Bölke, der den Aufbau des Vertriebs als Berater unterstützt.

Derzeit lieferbar sind den Angaben zufolge die Modelle Indica/Kleinwagen (7.990 - 12.490 Euro), Indigo SW/Kombi (13.490 - 14.690 Euro), Xenon/Pick Up (17.990 - 24.590 Euro) und Safari/Geländewagen (25.990 Euro). Sämtliche Fahrzeuge verfügen über eine umfangreiche Serienausstattung (unter anderem mit Fahrer-/Beifahrer-Airbag, ABS mit EBD, Klimaanlage und Servolenkung) und erfüllen die Abgasnorm Euro 4. Zudem seien die angebotenen Benzin-Varianten problemlos auf Gasbetrieb umrüstbar, hieß es auf dem Händlertreffen.

Kunden zeigen großes Interesse

„Die Fahrzeuge sind durch die Bank hervorragend verarbeitet, haben ein sehr ansprechendes Design und erweisen sich im Alltagsbetrieb als ebenso solide wie zuverlässig“, meint Stützpunkthändler Wörner. Nicht von ungefähr habe er in den vergangenen drei Wochen deshalb schon sieben Autos der Marke Tata verkauft. Nach der Schaltung von nur zwei Tata-Anzeigen in der „Stadtzeitung Augsburg“ lägen derzeit bereits weitere 12 Bestellungen vor.

„Besonderes Interesse besteht für den Indica, dessen günstiger Preis vor allem Kunden mit kleinerem Geldbeutel anspricht. Kurz: Ein Autos, das voll in die heutige Zeit passt“, betont Wörner. Bis Jahresende will der Tata-Premierenhändler insgesamt etwa 20 bis 30 Autos verkaufen.

Geliefert werden die bestellten Fahrzeuge laut Wörner, „innerhalb von maximal zwei bis drei Wochen“. Der Kissinger Stützpunkthändler kümmert sich dann um die Übergabe-Inspektion, die Fahrzeugaufbereitung (sofern nötig) und den technischen Grundservice. Auch die benötigten Ersatzteile kommen innerhalb von 48 Stunden per UPS. Außerdem werden sämtliche Produktschulungen und Fahrzeugumrüstungen, etwa die Gasnachrüstung, im Autohaus Wörner durchgeführt.

Frei wie nie zuvor

Nahezu paradiesisch mag dem von Hersteller-Vorgaben geplagten Markenhändler unserer Tage der weitgehende Verzicht auf Standards durch Green Line vorkommen. So gibt es laut Walter Bölke:

* keine Abnahmepflicht für Neuwagen - Autos können je nach Bedraf bestellt werden;

* keinen Pflichtbezug von Werbepaketen - Werbemittel können nach Bedarf bestellt werden;

* keine Pflicht zum Bau eines markenexklusiven Showrooms.

Teure Spezialwerkzeuge sowie Test- und Diagnosegeräte könnten sich die Partnerbetriebe ebenfalls sparen. Wartungs- und Reaparaturarbeiten seien auf Grund der relativ einfachen Technik der Tata-Modelle mit gängigem Standard-Werkzeug durchgeführbar. Für die Motor-Diagnose reiche eine simple Steckverbindung zum bereits vorhandenen Motortester. Gerade hierin sieht Bölke für die Tata-Händler in spé einen klaren Kosten- und Wettbewerbsvorteil gegenüber etablierten Markenhändlern.

Liebe zur Marke und guter Service

Dennoch gibt es gewisse Eintrittsvoraussetzungen: „Unsere Händler sollten die Liebe zur Marke mitbringen, sich für den Kunden engagieren und einen ebenso guten wie zuverlässigen Werkstatt-Service bieten. Denn der Service ist letztlich entscheidend auch für den Verkaufserfolg des Händlers“, meint Bölke.

Deshalb werde man ausschließlich mit autorisierten Händlern/Vermittlern und Kfz-Meisterbetrieben zusammenarbeiten. Einzig gängiger Standard, den interessierte Händler erfüllen müssen, sei das Vorhalten von zwei bis drei Vorführwagen aus der Tata-Modellpalette.

Ehrgeizige Ziele

Entsprechend ehrgeizig sind denn auch die Verkaufsziele von Bölke und Cicorella. Sie wollen im kommenden Jahr rund 450 Tata-Fahrzeuge in Deutschland verkaufen. 2010 soll das Verkaufsvolumen auf etwa 1.200 Einheiten steigen. Für die Jahre 2011 und 2012 nehmen sie gar 3.000 bis 3.500 Einheiten ins Visier. „Fest steht: Wenn wir das Händlernetz im kommenden Jahr auf die geplante Zahl von 120 bis 150 Verkaufsstandorte bringen, werden wir uns in jedem Fall darum bemühen, den offiziellen Importeurs-Status für die Marke Tata in Deutschland zu erhalten“, bekräftigt Bölke.

Kontakt:

Green Rent

Giuseppe Cicorella

Technologie- und InnovationszentrumTechnologiepark 1

91522 Ansbach

E-Mail: g.cicorella@greenrent.de


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