04.12.2009 | Autor: Elvira Minack/Andreas Grimm
Die Auto Mobil International (AMI) macht sich zum 20. Geburtstag selbst ein Geschenk: Vom 10. bis 14. April 2010 wird die Messe um die Amicom erweitert - eine Veranstaltung für Unterhaltungs-, Kommunikations- und Navigationstechnik im Auto. Martin Buhl-Wagner, der neue Geschäftsführer der Leipziger Messe, geht davon aus, dass mit der Amicom ein neues Publikum angesprochen werden kann. Er erwarte zur Erstauflage 100 Aussteller, sagte er anlässlich der Auftaktpressekonferenz am Freitag in Leipzig.
Insgesamt rechnet Buhl-Wagner für die AMI-Jubiläumsmesse vom 10. bis 18. April mit 600 Ausstellern und 300.000 Besuchern. Das wäre ein neuer Rekord. Im Vorjahr hatten 480 Unternehmen ausgestellt und rund 250.000 Gäste angelockt. In diesem Jahr sollen 40 Pkw-Marken das Publikumsinteresse wecken, die mit 100 Modellpremieren nach Leipzig kommen. Der Anmeldestand sei derzeit besser als vor einem Jahr, berichete Buhl-Wagner.
Nach einjähriger Abstinenz kehrt unter anderem BMW nach Leipzig zurück, Renault und Dacia werden ihre Fläche gegenüber 2009 deutlich erweitern. Noch keine Zusagen und wenig Hoffnung auf eine Teilnahme hat er dagegen von den Importeuren Volvo, Mitsubishi und Saab erhalten. Auch seitens der chinesischen Hersteller gibt es nach den Pleiten China CAD Automobile Deutschland von HSO/Brilliance und keine Signale auf eine Teilnahme.
Der Messezuwachs in der AMI-Familie sorgt zugleich für ein neues Ausstellungsbild: Die Pkw-Aussteller sind künftig in den Hallen 1, 2 und 3 zu sehen. Halle 4 gehört im Jahr 2010 der Amitec. Das Interesse an der Werkstattausrüstermesse sei nach den Ausstellerzahlen und Standgröße auf dem Niveau des Vorjahres, erklärt Matthias Kober, Projektdirektor der Amitec.
In Halle 5 präsentieren sich die Aussteller der Amicom. Eine Besonderheit in dieser Halle ist unter anderem der Live-Einbau einer kompletten Multimedia-Anlage in einen Ford Mustang. Schritt für Schritt zeigen Einbau-Experten einer Leipziger Fachwerkstatt, wie die einzelnen Komponenten eingebaut, verkabelt und aufeinander abgestimmt werden.
Nichts ändern wird sich an den bewährten Programmpunkten wie Probefahrten und Offroad-Parcours. Auf Wunsch der Aussteller wird sich der Offroad-Parcour allerdings auf SUV konzentrieren. In der Glashalle zeigen europäische Automobilmuseen ihre Schätze. Insgesamt sind rund 30 automobile Raritäten zu angekündigt, darunter Oldtimer, Youngtimer, Sportwagen, Prototypen und Studien, legendäre Fahrzeuge und Spezialumbauten. Das Messeprogramm wird zudem durch acht Kongresse abgerundet.
In diesem Rahmen widmet sich der vom VDIK ausgerichtete Internationale AMI-Kongress am 13. April 2010 mit der Weiterentwicklung der alternativen Antriebskonzepte befassen. Unter anderem sollen die Referenten Industrie, Politik und Wissenschaft schwerpunktmäßig die Realitätsnähe verschiedener alternativer Antriebskonzepte bewerten. Interessant in diesem Zusammenhang dürften auch die Neuvorstellungen in den Messehallen sein. „Einige der im Jahr 2009 in Vorträgen angekündigten Fahrzeuge werden auf der AMI 2010 bereits den Besuchern gezeigt“, heißt es in einem Schreiben des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK).
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