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09. Feb 10
Toyota beschließt Prius-Rückruf
Knapp 4.000 Fahrzeuge in Deutschland betroffen
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Wer einen Prius der dritten Generation besitzt (Bilder), solle in eine Werkstatt fahren, teilte Toyota Motor Deutschland (TMD) am Dienstagmorgen mit. Das Auto erhalte dann ein Software-Update des Antiblockier-Systems (ABS). Betroffen sind nach TMD-Angaben Fahrzeuge, die in der Zeit vom 7. April 2009 bis zum 27. Januar 2010 hergestellt wurden.
Toyota reagiert damit auf Kundenbeschwerden in Japan und im Ausland Beschwerden erhalten, dass beim leichten Bremsen auf holpriger oder rutschiger Fahrbahn und gleichzeitigem ABS-Eingriff das System kurzfristig langsamer reagiert als es die Kunden erwarten. Komme das Fahrzeug bei einer Vollbremsung in den ABS-Regelbereich, sei jedoch eine einwandfreie Funktion gewährleistet.
Lexus erwägt Produktionsstopp
Weltweit sind 437.000 Kunden von vier Modellen betroffen, neben dem Prius der Lexus HS250h, der Sai und der Prius Plug-in Hybrid, teilte Toyota in Japan mit. „Lassen Sie mich jedem versichern, dass wir unsere Verpflichtung zu Qualität als Lebensader unseres Unternehmens verdoppeln werden“, sagte Toyota-Chef Akio Toyoda als Reaktion auf die erneuten Sicherheitsprobleme.
Nach bisher nicht bestätigten Medienberichten will die Toyota-Tochter Lexus wegen der Hybrid-Bremsenprobleme die Produktion des Lexus HS250h vorübergehend zu stoppen. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag unter Berufung auf informierte Quellen. Der Lexus hat das gleiche Bremssystem wie die ebenso vor dem Rückruf stehende neueste Hybrid-Modellserie Prius.
Honda befürchtet Schaden für die gesamte Branche
Die japanische Konkurrenz sieht die Pannenserie des Branchenprimus Toyota inzwischen mit gemischten Gefühlen. „Wenn Kunden Zweifel an der Qualität und Sicherheit hegen, dann würde das ein Problem für die ganze Branche“, sagte Honda-Finanzchef Yoichi Hojo dem „Wall Street Journal“.
Insbesondere die US-Konkurrenz versucht Toyotas Lage auszunutzen und umwirbt die Kunden des weltgrößten Autoherstellers mit großzügigen Rabatten. In der Zulassungsstatistik war Ford zuletzt sogar erstmals seit langem wieder an Toyota vorbeigezogen. Honda, das stellte Finanzchef Yoichi Hojo klar, werde keine extra Aktionen starten. Honda ist einer der schärfsten Rivalen Toyotas in Japan und Nordamerika. Allerdings hat Honda die Rabatte auf dem US-Markt kräftig aufgestockt: von 800 Dollar Nachlass auf nun 1400 Dollar pro Fahrzeug.
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