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GM investiert Milliarden in Opel

Investitionszusagen auf 1,9 Milliarden Euro verdreifacht

02.03.2010 | Autor: Andreas Grimm

General Motors hat auf den befürchteten Liquiditätsengpass bei Opel reagiert und die zugesagten Investitionen in die europäische Tochter mehr als verdreifacht. Das Finanzierungspaket werde von 600 Millionen Euro auf 1,9 Milliarden Euro erhöht, teilte Opel am Dienstagvormittag mit. Im Gegenzug werden sich die von den europäischen Staaten geforderten Kredit- und Bürgschaftszusagen auf deutlich unter zwei Milliarden Euro verringern, heißt es in der Opel-Mitteilung weiter.

Die notwendigen Investitionen, die der Konzern für die Sicherung der Opel-Zukunft errechnet hat, liegen derzeit bei rund 3,7 Milliarden Euro. Damit steigt der Finanzbedarf gegenüber den ursprünglichen Berechnungen um gut 400 Millionen Euro. Opel zufolge ist die Aufstockung eine Vorsichtsmaßnahme, „um für schwierige Marktentwicklungen besser gewappnet zu sein. Mit der höheren Finanzspritze werde nun GM mehr als die Hälfte des Finanzierungsbedarfs tragen. Der Konzern wolle sowohl mehr Eigenkapital bereitstellen als auch neue Kredite aufnehmen, erklärte Opel-Chef Nick Reilly in der Mitteilung.

Entschlossene Sanierung

Die Zusage von GM signalisiere die Entschlossenheit, Opel „wieder auf eine solide Basis zu stellen“, so Reilly weiter. Er erwarte, dass die GM-Investition ein wichtiger Meilenstein für die Bemühungen von Opel werde, „mit Hilfe von Bürgschaften die noch verbleibende Finanzierungslücke überbrücken zu können“. Zugleich gehe von der GM-Entscheidung die Botschaft aus, dass das europäische Geschäft für den ehemals weltgrößten Autobauer sehr wichtig ist.

Die Finanzzusage sei ein wichtiger Schritt, um Vertrauen und Zuversicht in die Zukunft von Opel zu schaffen, zitiert das Opel-Schreiben GM-Chef Ed Whitacre. „Und zwar für die Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gewerkschaften, Händler und auch für die europäischen Regierungen.

Brüderle noch zurückhaltend

In einer ersten Reaktion gab sich Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle zurückhaltend. Die Ankündigung zeige, „dass GM über Mittel verfügt“, sagte Brüderle einer Sprecherin zufolge. Im Rahmen der Prüfung des GM-Antrags auf Staatshilfen für Opel seien zahlreiche Fragen gestellt worden. „Diese gilt es noch zu beantworten.“ Das Verfahren laufe aber „ergebnisoffen“.


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