Krise trifft Mittelständler weniger hart

Mittelstands-Monitor: Mehr Optimismus für 2010

11.03.2010 | Redakteur: Christoph Baeuchle

Mittelstands-Monitor 2010 macht Hoffnung für das laufende Jahr.

Kleine und mittelständische Unternehmen waren der Garant für Stabilität im Krisenjahr 2009. „Der Mittelstands-Monitor 2010 zeigt, dass gerade die kleinen und mittleren Unternehmen geholfen haben, der Krise zu widerstehen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KfW Bankengruppe, Dr. Ulrich Schröder, bei der Veröffentlichung der Studie. Dies bestärke die Bank in ihrem Kurs, sich weiterhin in besonderem Maße für den Mittelstand zu engagieren.

Demnach waren Großunternehmen, die in höherem Maße auf den Weltmarkt ausgerichtet sind, von der Rezession besonders betroffen. Dagegen traf die Krise den stärker auf das Inland ausgerichteten Mittelstand weniger hart. Trotz der krisenbedingt schlechten Ertragslage habe die Investitionsbereitschaft vieler Mittelständler nur begrenzt nachgelassen, so der Mittelstands-Monitor 2010.

Dies dürfte ein Grund sein, weshalb die Unternehmen bislang weniger häufig auf KfW-Kredite zurückgegriffen haben, als viele erwarteten. Demnach sind bislang mehr als 4.400 Anträge über einen Gesamtbetrag von rund 17 Milliarden Euro bei der Bank eingegangen. Die Bundesregierung hat zur Förderung der Konjunktur für 2009 und 2010 bis zu 40 Milliarden Euro bereitgestellt. Dies soll der Kreditversorgung kleiner und mittelständischer Unternehmen ohne Zugang zum Kapitalmarkt dienen.

Lageeinschätzung hat sich verbessert

Mittlerweile geben die Forscher in konjunktureller Hinsicht wieder etwas Entwarnung: „Hoffnung macht die stete Verbesserung der Lageeinschätzungen im Jahresverlauf 2009“, so Prof. Dr. Helmut Rödl, Mitglied des Gesamtvorstandes im Verband der Vereine Creditreform. Auch die mittelständischen Unternehmer sind zuversichtlich. „Die Umsatzerwartungen für das erste Halbjahr 2010 zeigen sich sichtlich erholt“, so Rödl. Optimisten und Pessimisten würden sich mit jeweils gut einem Fünftel der Befragten die Waage halten.

Allerdings ist auch für das laufende Jahr noch kein nachhaltiger Aufschwung erkennbar. Das reale BIP werde nach Einschätzung der am Mittelstands-Monitor 2010 beteiligten Institute in diesem Jahr um rund 1,5 Prozent wachsen. Davon sei ein halber Prozentpunkt auf den bereits 2009 aufgebauten statistischen Überhang zurückzuführen. Damit wäre erst Ende 2010 etwas mehr als ein Drittel des krisenbedingten BIP-Einbruchs egalisiert.


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