BMW: Megacity Vehicle erfordert neue Strukturen

Quer denken und Scheuklappen ablegen

11.03.2010 | Redakteur: Andreas Wehner

Ian Robertson, Vorstand Vertrieb und Marketing der BMW Group

Mit seinem kommenden Elektro-Kleinwagen, dem Megacity Vehicle, will BMW seine Vetriebs- und Servicestrukturen überdenken. Das derzeit als „Project i“ entwickelte Fahrzeug soll bis 2015 auf den Markt kommen. „Ein solches Auto der Zukunft wird nicht nur anders vertrieben, auch der Service wird anders aussehen“, sagte BMW-Marketing- und Vertriebsvorstand Ian Robertson dem Magazin „Auto Motor und Sport“.

So gebe es beispielsweise Ansätze für neue Leasingkonzepte: „Vielleicht wollen die Kunden 40 Wochen im Jahr einen Elektro-BMW leasen und dann noch sechs weitere Wochen einen Diesel oder Benziner, wenn Sie auf längere Urlaubsreisen gehen“, so Robertson. Auch im Service erwartet der Vertriebschef Veränderungen, da ein Elektrofahrzeug nicht wie ein Auto mit Verbrennungsmotor regelmäßig zum Ölwechsel muss. „Dafür wird es andere Wartungsbedarfe und -intervalle geben, etwa wenn Updates für die Elektronik notwenig werden“, erläuterte Robertson gegenüber „Auto Motor und Sport“.

BMW nutze Project i, um die Prozesse generell neu zu durchdenken. So stelle sich die Frage, wie Partner künftig ihre Servicekapazität besser auslasten könnten, beispielsweise über Nacht, oder wie sie die Fahrzeuge der Kunden während deren Urlaubs in die Werkstätten bekämen. Man müsse quer denken und Scheuklappen ablegen, zitiert das Magazin den BMW-Vertriebschef.


Kommentar zum Beitrag schreiben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 339822) | Fotos: Archiv