Franz: „Opel-Insolvenz absolut vom Tisch“

Betriebsratschef fordert freien Zugang zu wichtigen Märkten

17.03.2010 | Autor: dpa

„Insolvenz ist absolut vom Tisch“: Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz sieht die Liquidität des Rüsselsheimer Autobauers bis ins kommende Jahr gesichert. Die Aufstockung der GM-Eigenmittel zur Sanierung wertet Franz als „eindeutiges Bekenntnis zu Opel“.

Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz sieht den Weg zu einem Sanierungskonzept für den angeschlagenen Autobauer Opel erst zur Hälfte geschafft. „Ich bin sehr dafür, dass das Unternehmen Bürgschaften bekommt“, sagte Franz am Dienstag nach einem Treffen mit der SPD-Fraktion im hessischen Landtag in Wiesbaden. Dafür müsse der amerikanische Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) aber ein schlüssiges und mit den Arbeitnehmern abgestimmtes Konzept vorweisen können.

Die Liquidität von Opel ist nach Franz‘ Einschätzung bis ins kommende Jahr gesichert. „Die Frage der Insolvenz ist absolut vom Tisch.“ Er wertete die Aufstockung der GM-Eigenmittel zur Sanierung von 0,6 auf 1,9 Milliarden Euro als „eindeutiges Bekenntnis zu Opel“. Die zusätzlichen 1,3 Milliarden Euro sollen als Kredit oder in Form von Eigenkapital beigesteuert werden. Bisher ließ GM allerdings offen, wie hoch der Kreditanteil ausfallen und zu welchen Konditionen GM der Tochter das Geld leihen wird. Zudem forderte Franz für die Marke Opel freien Zugang zu wichtigen Märkten wie Russland und China.


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