18.03.2010 | Redakteur: Andreas Wehner
Mitsubishi setzt große Hoffnungen in das neue Kompakt-SUV ASX. „Die bisherigen Reaktionen von verschiedenen Seiten bestärken mich in der Ansicht, dass wir mit dem Auto sehr erfolgreich sein werden“, sagte Martin van Vugt, Geschäftsführer von Mitsubishi Motors Deutschland, im Gespräch mit »kfz-betrieb«.
Der Importeur will von dem Modell, das im Juni auf den Markt kommt, in diesem Jahr noch 4.500 Einheiten verkaufen. Zum Start gibt es den ASX mit einem 1,8-Liter Diesel, im September folgt ein 1,6-Liter-Benziner. Später soll es weitere Varianten geben. In einem vollen Verkaufsjahr soll das SUV für 10.000 Verkäufe gut sein. Der Preis steht noch nicht fest. „Ich will das Fahrzeug in Deutschland auf jeden Fall unter 18.000 Euro anbieten“, machte van Vugt seine Zielsetzung klar.
Insgesamt will Mitsubishi in diesem Jahr 30.000 Einheiten verkaufen, ausgehend von einem Markt mit etwa 2,8 Millionen Zulassungen. „Sollten die Gesamtzulassungen niedriger ausfallen, müssen wir unsere Zahlen vielleicht korrigieren. Wir werden jedenfalls keinen einzigen Kunden kaufen“, so der Geschäftsführer. An Rabattschlachten werde sich die Marke nicht beteiligen.
Für die zuletzt von Händlerseite geäußerte Kritik zeigte van Vugt Verständnis. Die Händler müssten sich jedoch daran gewöhnen, dass sich Mitsubishi, wie andere Hersteller auch verändert habe, um auf die aktuellen Marktbedingungen angemessen reagieren zu können. „Auch wir müssen auf unsere Kosten achten und es muss einen Return of Invest geben. Auch wir müssen überleben. Unsere Partner sollen verstehen, dass sie für manche Leistungen bezahlen müssen, die sie in der Vergangenheit fast umsonst bekommen haben und an die sie sich als Selbstverständlichkeit gewöhnt haben. Leistungen, die von anderen Herstellern schon lange in Rechnung gestellt werden. Wir passen uns damit lediglich den Realitäten an“, stellte der Importeurs-Chef klar.
Allerdings habe man viel getan, um den Handel zu entlasten, um die Cashflow-Problematik zu verbessern und gleichzeitig die Liquidität zu erhöhen. „Wir haben die Zahl der Vorführwagen nach unten gefahren und gleichzeitig die Händlermargen für Vorführwagen bedeutend erhöht“, so van Vugt. Auch die Lagerfahrzeuge im Handel wurden stark reduziert.
Das neue Bonussystem berücksichtige viel stärker die Leistung des einzelnen Händlers. Die Jahreszielsetzung orientiere sich am Potenzial des jeweiligen Marktgebiets. „Für mich sind alle Händler gleich. Ich kenne keine kleinen Händler“, erläuterte van Vugt und erteilte Paketgeschäften eine Absage.
Van Vugt appellierte an die Händler, Kritik am Importeur nicht über die Presse zu äußern, sondern ihre Probleme direkt mit Mitsubishi Deutschland zu besprechen. „Wir hören gut. Und wir hören nicht selektiv“, sagte der Geschäftsführer.
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