07.09.2010 | Redakteur: Andreas Grimm
Die Flottenkunden bleiben eine Stütze des Automobilhandels im August. Nach den Auswertungen der Frankfurter Marktforschung Dataforce legte die Nachfrage in diesem Neuzulassungssegment im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 21,3 Prozent am stärksten zu. Allerdings ist zugleich die Zahl der Zulassungen auf den Fahrzeughandel ebenfalls um 21,1 Prozent gestiegen. Die Eigenzulassungen haben damit einen Anteil von 20,3 Prozent an den gesamten Neuzulassungen erreicht.
Damit ist der prozentuale Anteil der Eigenzulassungen gegenüber dem Juli wieder deutlich angewachsen, als nur 16 Prozent der Neufahrzeuge dem Handel zuzurechnen waren. Auch in absoluten Zahlen erreichen immer mehr eigenzugelassene Pkw die Höfe der Händler. Waren es im Juli 2010 noch 37.900 Einheiten, zählt Dataforce für den August 40.750 Einheiten. Vor Jahresfrist waren es - allerdings auch bedingt durch die Abwrackprämiennachfrage - nur 33.650 Stück.
Mit 39.500 Neuzulassungen bleibt der Flottenmarkt sogar noch hinter den Eigenzulassungen zurück. Er erreicht einen Anteil von 19,7 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist allerdings eine deutliche Erholung des klassischen Gewerbekundengeschäfts zu erkennen - im August 2009 hatte das Firmenkundengeschäft mit einem Anteil von 11,8 Prozent oder 32.600 Einheiten einen Tiefpunkt erreicht. Im Vergleich zu 2008 wird allerdings die weiterhin zurückhaltende Nachfrage deutlich. Vor zwei Jahren nahmen die Firmenkunden 22 Prozent der Neuwagen oder 47.400 Einheiten ab.
Erwartungsgemäß erneut stark rückläufig ist der Privatmarkt. Die Privatkäufer ließen im vergangenen Monat 91.200 Neuwagen zu, das ist ein Minus von 48,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Angesichts eines seit Monaten tendenziell steigenden Segmentanteils von jetzt rund 45 Prozent dürfte der Privatmarkt seinen Tiefpunkt überwunden haben. Im Vergleich zu 2008 wurden im August 2010 sogar 3.700 Einheiten mehr an privat verkauft.
Deutlich rückläufig präsentierte sich im August das Geschäft mit den Autovermietern. Sie ließen noch 15.500 Neuwagen zu, ein Minus von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gegenüber 2008 sind die Verkäufe an Sixt und Co sogar um fast 40 Prozent eingebrochen. Vor zwei Jahren kamen über dieses Absatzsegment noch 25.300 Neuwagen auf die Straßen.
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