01.12.2011 | Autor: Andreas Grimm/dpa

BMW und Toyota haben eine mittel- und langfristige Zusammenarbeit in der Erforschung umweltfreundlicher Technologien bekannt gegeben. Laut einer Pressemitteilung wollen die beiden Konzerne künftig bei der Grundlagenforschung für Batterietechnik kooperieren, vor allem bei der Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Technologie. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten beide Unternehmen am Rande der Tokio Motor Show.
„Es macht eindeutig Sinn für zwei erfahrene und innovative Unternehmen, ihre Kraft und Erfahrung zu bündeln“, sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger. Toyota gilt etwa bei Hybrid-Antrieben als führend. Die Batterien sind sowohl für die Kopplung von Verbrennungs- und E-Motoren wichtig, aber auch für reine Elektrofahrzeuge wohl das entscheidende Bauteil.
Gleichzeitig vereinbarten beide Konzerne, dass BMW die europäische Tochtergesellschaft Toyota Motors Europe (TME) künftig mit verbrauchseffizienten Dieselmotoren beliefert. Die Vereinbarung umfasst die Lieferung von 1,6 Liter und 2,0 Liter Dieselmotoren ab 2014. Mit den Motoren kann Toyota das Angebot von verbrauchsarmen Fahrzeugen mit geringen CO2 –Emissionen deutlich verbessern. Beide Firmen wollen weitere Projekte prüfen.
Für BMW ist es die erste Kooperation mit einem japanischen Hersteller. BMW arbeitet bereits bei Hybridantrieben mit dem Motorenpartner PSA Peugeot Citroën zusammen. Die Projekte laufen aber erst an. Diese Entwicklung hat für kleinere Autobauer erhebliche Bedeutung, um durch die Erhöung der Produktionszahlen die Stückkosten zu senken.
Daher hat BMW den Verkauf von Motoren an andere Hersteller bereits vor längerem zum Bestandteil der Unternehmensstrategie gemacht, die Japaner sind dabei aber das erste Schwergewicht. Vergleichbare Allianzen gibt es in der Autoindustrie bereits seit längerem. Dass die Konzerne allerdings auch in Schlüsseltechnologien näher zusammenrücken ist ein neuerer Trend der vergangenen Jahre. Einen Liefervertrag für Motoren hat BMW zudem für Saab. Die tatsächliche Belieferungs steht jedoch wegen der unklaren Zukunft der Schweden infrage.
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