Insolvenzen: Kfz-Gewerbe fällt hinter Bundestrend zurück

Steigende Fallzahlen in den Pkw-Werkstätten

| Autor: Andreas Grimm

Die Zahl der Pleiten im Kfz-Gewerbe hat im April kaum abgenommen.
Die Zahl der Pleiten im Kfz-Gewerbe hat im April kaum abgenommen. (Foto: Grimm)

Die Zahl der Insolvenzen im Kfz-Gewerbe bleibt weiterhin rückläufig. Wie aus den jetzt veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht, mussten im April dieses Jahres 62 Betriebe aus der Branche wegen fehlender liquider Mittel aufgeben. Das sind 2 weniger als im April des Vorjahres (-3,1 %).

Damit hat sich die Entwicklung deutlich verlangsamt. Für die ersten vier Monate des Jahres weisen die Statistiker immerhin einen Rückgang der Insolvenzen im Kfz-Gewerbe um 20,6 Prozent aus. Auch im gesamtwirtschaftlichen Vergleich fällt das Kfz-Gewerbe etwas ab. Bundesweit stellte das Statistische Bundesamt über alle Wirtschaftsbereiche hinweg einen Rückgang der Pleiten um 6,2 Prozent fest.

Einen deutlichen Rückgang verhindert haben im April die Segmente „Teile- und Zubehörhandel“ sowie „Motorrad“. Für Betriebe, die Krafträder handeln, warten und reparieren, weist die Aprilstatistik vier Pleiten aus. Im Vorjahresmonat war es kein einziger gewesen. Für die Betriebe des Autoteile- und Zubehörhandels stieg die Fallzahl von 5 auf 9 insolvente Betriebe.

Dagegen hat sich die Lage der Pkw- und Nutzfahrzeugbetriebe nochmals leicht entspannt. Im Bereich des Kfz-Handels standen im April 24 Betriebe vor dem finanziellen Aus. Das waren 8 weniger als im Vorjahresmonat (- 25 %). Der Rückgang betraf dabei sowohl Pkw- (-5 Fälle) als auch Nutzfahrzeugbetriebe (-3 Fälle).

Ebenfalls rückläufig entwickelten sich die Fallzahlen im Bereich Wartung und Reparatur. Statt noch 27 Insolvenzen im April 2013 verzeichnet die Statistik jetzt noch 25 Fälle (-7,4 %). Allerdings betrifft die Entspannung ausschließlich Lackierbetriebe (-3 Fälle), Nutzfahrzeugwerkstätten (-1 Fall) und Autowaschanlagen (-3 Fälle). Jedoch mussten sich 20 Pkw-Werkstätten dem Insolvenzverfahren stellen – 5 mehr als im Vorjahresmonat.

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