Insolvenzen sind wieder deutlich rückläufig

Zahl der Pleiten sinkt im August um 18,5 Prozent

| Autor: Andreas Grimm

Die Zahl der Insolvenzen im Kfz-Gewerbe war zuletzt rückläufig.
Die Zahl der Insolvenzen im Kfz-Gewerbe war zuletzt rückläufig. (Bild: VBM-Archiv)

Die Insolvenzgefahr im Kfz-Gewerbe ist laut den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamts weiterhin rückläufig. Nach einem Anstieg der Pleiten in den Berichtsmonaten Mai und Juni registrierte die Behörde zuletzt wieder weniger zahlungsunfähige Betriebe. Nachdem bereits im Juli knapp 10 Prozent weniger Betriebe betroffen waren als im Vorjahresmonat, sackten die Fallzahlen im August sogar um 18,5 Prozent ab.

Für den Monat August hat das Statistische Bundesamt laut einer jetzt vorliegenden Auswertung 53 zahlungsunfähige Betriebe gezählt – 12 weniger als im August 2013. Über 37 Unternehmen wurde das Insolvenzverfahren eröffnet, 16 Mal wurde es mangels Masse abgelehnt. Die Gesamtzahl der Insolvenzen im Kfz-Gewerbe summiert sich damit von Januar bis August auf 499 Fälle, 552 waren es im Vorjahreszeitraum gewesen. Das ist ein Rückgang um 9,6 Prozent.

Die meisten zahlungsunfähigen Betriebe kommen dabei aus dem Bereich Handel. In diesem Segment standen im August 26 Unternehmer vor dem Aus. Das waren 4 Betriebe weniger als im Vorjahresmonat (-4 %). Auffällig ist dabei: Allein 11 der 16 Betriebe, bei denen ein Insolvenzverfahren mangels Masse abgewiesen wurde, stammen aus diesem Segment. Bei den Servicebetrieben waren es nur drei Fälle.

Dabei war die Gruppe der Instandhaltungs-, Reparatur- und Servicebetriebe mit 23 Insolvenzen kaum weniger vom Problem fehlender finanzieller Mittel betroffen als die Handelsfraktion. Die Zahl der Pleiten stagnierte sogar im Vergleich zum Vorjahresmonat. Größte Gruppe der Betroffenen stellten die Kfz-Werkstätten (14 Fälle) vor den Lackierereien (4 Fälle).

Sehr positiv fällt derzeit die Entwicklung im Teile- und Zubehörhandel aus. Aus diesem Bereich wurden im August noch 3 Insolvenzfälle gemeldet. Das ist ein Rückgang um 62,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, als noch 8 Pleiten zu verzeichnen waren. Prozentual noch getoppt wird diese Entwicklung von der Motorradbranche: In diesem Bereich musste im August ein Betrieb aufgeben, vor Jahresfrist waren es 4 Unternehmen. Das ist ein Rückgang um 75 Prozent.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43068272 / Wirtschaft)

Plus-Fachartikel

Metromarkt Stuttgart: Das Premiumländle

Metromarkt Stuttgart: Das Premiumländle

Alles, was in der Automobilbranche Rang und Namen hat, ist hier vertreten: Neben den Automobilherstellern buhlen im Mercedes-Land viele große Händlergruppen um die Gunst der Kunden. Aber auch kleine Betriebe haben eine Chance. lesen

Entgeltfortzahlung: Versichern und sparen

Entgeltfortzahlung: Versichern und sparen

Die Krankschreibungen in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2016 den höchsten Stand seit 20 Jahren erreicht. Im Schnitt dauerte die Erkrankung länger als zwölf Tage – eine Zeit, in der Unternehmen Lohn und Gehalt weiterzahlen müssen. lesen