Autonomes Fahren: Ford testet in Miniaturstadt

Ford Fusion Hybrid-Forschungsfahrzeug kommt zum Einsatz

| Autor: Christoph Seyerlein

Autonom durch die Miniaturstadt „Mcity“: das Ford Fusion Hybrid Autonomous Research Vehicle.
Autonom durch die Miniaturstadt „Mcity“: das Ford Fusion Hybrid Autonomous Research Vehicle. (Foto: Ford)

Ford testet sein autonomes Ford Fusion Hybrid-Forschungsfahrzeug in der künstlich angelegten Miniaturstadt „Mcity“. Auf dem Freiluftlabor der Universität Michigan, das im Juli eingeweiht wurde, sollen verschiedene Szenarien aus dem realen Verkehr simuliert werden können.

So ist etwa nicht jeder Abschnitt des rund acht Kilometer langen Straßennetzes gleich asphaltiert. Positionierungssysteme und Datenverbindung sollen durch einen Tunnel und ein Drahtnetz mit Störsignalen auf die Probe gestellt werden. Die Fronten der Häuser-Attrappen bestehen aus verschiedenen Materialien, deren jeweilige Reflexionseigenschaften das Sensorsystem in die Irre führen könnten. Zur Ausstattung der Teststrecke gehören außerdem ein Kreisverkehr, Baustellen, Fußwege und unterschiedliche Ampel-Konstellationen.

Zum Einsatz wird in Mcity das Ford Fusion Hybrid-Forschungsfahrzeug kommen. Es wurde gemeinsam mit der Universität Michigan und dem US-amerikanischen Unternehmen State Farm entwickelt. Das Auto verfügt unter anderem über einen Laser Sensor. Dieser nutzt Infrarot-Laserlicht bis zu einer Entfernung von rund 60 Metern und erstellt aus den ermittelten Daten eine virtuelle 3D-Karte zur digitalen Darstellung der Fahrzeugumgebung.

Nach eigenen Angaben ist Ford der erste Automobilhersteller, der ein autonomes Fahrzeug in einer Modellstadt für selbständig fahrende Autos testet. Die Forschung am autonomen Fahren läuft dem Unternehmen zufolge schon über zehn Jahre und ist Teil der „Ford Smart Mobility“-Strategie.

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