Prognose: Deutscher Automarkt schrumpft

CAMA erwartet 3,1 Millionen Neuzulassungen im Gesamtjahr

| Autor: Andreas Wehner

(Foto: Wehner)

Der deutsche Automobilmarkt wird nach Ansicht des Centers für Automobil-Management (CAMA) im ersten Quartal dieses Jahres schrumpfen. Die Forscher rechnen für den Zeitraum Januar bis März 2016 mit 733.000 Neuzulassungen, was einem Minus von 3,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2015 entspräche. Zu dieser rückläufigen Entwicklung tragen nach Ansicht der CAMA-Experten sowohl der private als auch der gewerbliche Markt bei.

Nach der relativ starken Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2015 werde das BIP auch im ersten Quartal 2016 noch weiter steigen, heißt es in der Analyse. Aufgrund nur noch mäßig wachsender Auftragseingänge und der allgemeinen Unsicherheit hinsichtlich einer wirtschaftlichen Abschwächung würden die gewerblichen Neuzulassungen im ersten Quartal 2016 jedoch kaum Wachstumsimpulse erhalten, glauben die Forscher. Sie rechnen mit 484.000 Verkäufen an Gewerbekunden – 18.000 Einheiten oder 3,6 Prozent weniger als in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres.

Auch die private Fahrzeugnachfrage werde sich im ersten Quartal 2016 abschwächen, heißt es weiter. Trotz der weiterhin positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und steigender Realeinkommen rechnen die Forscher mit nur einer leichten Zunahme der privaten Konsumausgaben. Wieder leicht steigende Verbraucherpreise und Ausgabensteigerungen zu Jahresbeginn dämpften die privaten Neuzulassungen. Die CAMA-Experten erwarten von Januar bis März ein Absatzvolumen an Privatkunden in Höhe von 249.000 Einheiten. Das entspräche einem Minus von 2,5 Prozent oder 6.200 Fahrzeugen gegenüber dem ersten Quartal 2015.

Nach Berechnungen des CAMA wird sich der Automobilmarkt in Deutschland auch im weiteren Verlauf des Jahres 2016 schwächer entwickeln als im Vorjahr. Die Forscher rechnen mit 3,1 Millionen Neuzulassungen im Gesamtjahr 2016. Die deutschen Branchenverbände ZDK, VDA und VDIK erwarten dagegen 3,2 Millionen Einheiten, was in etwa dem Niveau des vergangenen Jahres entspräche.

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