Deutscher Automarkt startet 3,3 Prozent im Plus

Volkswagen-Konzernmarken gehen 1,8 Prozent ins Minus

| Autor: Andreas Wehner

Ssangyong verzeichnete im Januar den höchsten Zuwachs auf dem deutschen Markt. Mit 180 Einheiten ist der Marktanteil jedoch gering.
Ssangyong verzeichnete im Januar den höchsten Zuwachs auf dem deutschen Markt. Mit 180 Einheiten ist der Marktanteil jedoch gering. (Foto: Wehner)

Der deutsche Automarkt ist mit einem Plus ins Jahr gestartet. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag mitteilte, wurden im Januar 218.365 Pkw neu zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Allerdings hatte der vergangene Monat einen Verkaufstag weniger als der Januar 2015. „Bereinigt um diesen Kalendereffekt stiegen die Neuzulassungen in Deutschland sogar um sieben Prozent – der Jahresstart war also besser als er auf den ersten Blick erscheint“, kommentierte Peter Fuß, Partner beim Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY), die Entwicklung.

Gründe für die gute Lage auf dem Neuwagenmarkt sieht er in der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, den steigenden Löhnen und den niedrigen Benzinpreisen. Zudem helfe das niedrige Zinsniveau, das attraktive Finanzierungskonditionen ermögliche. Allerdings wuchsen die privaten Neuzulassungen mit plus 1,5 Prozent nicht so stark wie der Gesamtmarkt.

Neuzulassungsentwicklung Januar 2016:
Gewinner und Verlierer

(Nur Marken mit mindestens 0,5 Prozent Marktanteil)
HerstellerEntwicklung zu Jan. 2015Anzahl Nzl. Jan. 2016
Honda+80,9 %2.015
Land Rover+46,8 %1.945
Audi+22,5 %21.741
Mitsubishi+22,1 %2.734
Opel+21,9 %16.549
  
Renault-6,7 %6.206
Skoda-7,3 %9.904
Nissan-8,1 %5.259
VW-8,8 %47.147
Smart-22,0 %2.100

Quelle: KBA

Der vom Abgas-Skandal gebeutelte Autobauer Volkswagen musste bei seiner Kernmarke ein Minus von 8,8 Prozent hinnehmen. VW-Händler hatten jüngst über starke Einbrüche im Privatkundengeschäft geklagt. Die Volkswagen-Töchter Skoda (-7,3 %), Seat (-2,2 %) und Porsche (-4,3 %) verbuchten im Januar ebenfalls rückläufige Zahlen. Dagegen legte Audi deutschlandweit um 22,5 Prozent zu. Insgesamt sanken die Neuzulassungen der Marken aus dem Volkswagenkonzern im ersten Monat des Jahres um 1,8 Prozent.

Bei den restlichen deutschen Herstellern fiel die Neuzulassungsbilanz unterschiedlich aus. Während Mini (-2,5 %) und Smart (-22 %) rückläufige Zahlen verbuchten, legten Ford (+19,2 %) und Opel (+21,9 %) deutlich zu.

Noch stärkere Zuwächse gab es in den Reihen der Importeure. Ssangyong (+85,6 %), Honda (+80,9 %), Jaguar (+68,2 %) steigerten ihre Neuzulassungen um eine hohe zweistellige Prozentzahl. Doch auch die Marke mit dem deutlichsten Rückgang war ein Importfabrikat: Tesla verbuchte ein Minus von 31,6 Prozent – bei 39 Neuzulassungen jedoch auf sehr niedrigem Niveau.

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