Insolvenzen im November 2015 wieder gestiegen

Starker Anstieg im Fahrzeughandel

| Autor: Andreas Wehner

(Foto: Grimm)

Die Insolvenzen in der Kfz-Branche sind im November 2015 gestiegen. Nach den am Freitag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts wurden im vorletzten Monat des vergangenen Jahres 62 Pleiten gezählt. Das sind 14 Fälle oder 29,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 18 Fälle wurden mangels Masse abgewiesen, 44 Insolvenzverfahren wurden eröffnet.

Dabei war die Entwicklung in den Bereichen Handel und Service unterschiedlich. Während die Zahl der insolventen Handelsbetriebe um 13 Fälle auf 29 gestiegen ist (+81,2 %), ging sie unter den Reparatur- und Servicebetrieben inklusive der Lackierereien und Waschanlagen zurück. In diesem Bereich mussten 19 Unternehmer den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Im November 2014 waren es noch 23 (-17,4 %).

Die Zahl der insolventen Betriebe im Teile- und Zubehörhandel hat sich dagegen fast verdoppelt. Waren im November 2014 noch 7 Betriebe pleite, so traf es ein Jahr später 13 Unternehmen. Im Zweiradbereich sank die Zahl der Insolvenzen von zwei auf einen Betrieb.

Im Jahresverlauf von Januar bis November 2015 bleibt die Zahl der Insolvenzen in der Kfz-Branche rückläufig. In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres zählte das Statistische Bundesamt 648 Pleiten. Das waren 52 Fälle beziehungsweise 7,4 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Für den Rückgang sind allein die Handelsbetriebe verantwortlich. 269 von ihnen mussten von Januar bis November 2015 den Gang zum Insolvenzrichter antreten – 19,7 Prozent weniger als in den ersten elf Monaten des Jahres 2014. Bei den Servicebetrieben lag die Zahl der Pleiten in diesem Zeitraum exakt auf dem Niveau des Vorjahres: 245 Insolvenzen sind in der Statistik aufgeführt.

Dagegen stieg die Zahl Pleiten im Teile- und Zubehörhandel um 11,3 Prozent auf 108 Fälle. Unter den Motorradbetrieben verzeichneten die Statistiker 26 Insolvenzen (+13 %).

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