Hyundai will „ernsthafte Alternative zu VW“ sein

Importeur will Marktanteil von 3,4 Prozent halten

| Autor: Andreas Wehner

Markus Schrick, Geschäftsführer von Hyundai Deutschland, will die Verkäufe des Importeurs in diesem Jahr deutlich erhöhen.
Markus Schrick, Geschäftsführer von Hyundai Deutschland, will die Verkäufe des Importeurs in diesem Jahr deutlich erhöhen. (Foto: Wehner)

Hyundai will in diesem Jahr den Marktanteil von 3,4 Prozent halten. Ausgehend von einem leichten Wachstum des gesamten deutschen Markts rechnet Markus Schrick, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland, mit rund 110.000 Neuzulassungen. Davon sollen 45 Prozent an Privatkunden gehen, der Gewerbekundenanteil soll mit 14 Prozent einen Prozentpunkt höher liegen als im vergangenen Jahr, teilte Schrick am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Offenbach mit.

2015 verbuchte Hyundai in Deutschland über 108.000 Neuzulassungen, 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Marktanteil stieg von 3,3 auf 3,4 Prozent. Beides sind Rekordwerte. Der Umsatz des Importeurs stieg mit plus 20 Prozent noch stärker und war mit 1,45 Milliarden Euro ebenfalls so hoch wie noch nie. Schrick begründete das vor allem damit, dass die Kunden mehr und mehr höherwertig ausgestattete sowie stärker motorisierte Fahrzeuge kaufen.

Der Erfolg sorgt für großes Selbstbewusstsein beim Importeur. Hyundai will künftig für die Autokäufer eine „echte Alternative zu VW“ sein und gleichzeitig die begehrteste Importeursmarke unter den Volumenherstellern. Ziel ist es, bei der Kundenzufriedenheit unter die Top-3-Fabrikate in Deutschland zu kommen und eine Kundenloyalität von über 60 Prozent zu erreichen.

Hyundai feiert in diesem Jahr in Deutschland 25-jähriges Jubiläum. Ein großes Event gibt es deswegen nicht. Stattdessen soll es über das Jahr verteilt immer wieder kleinere Aktionen geben – auch im Handel.

In Sachen Modelle ist es 2016 etwas ruhiger bei Hyundai. Die wichtigste Neueinführung dürfte der Ioniq sein, der im Herbst mit Hybridantrieb und als reines Elektroauto auf den Markt kommt. Die Hybridvariante verfügt mit einer Kombination aus einem 1,6-Liter-Benziner und einem Elektromotor über eine Systemleistung von 141 PS. Der elektrisch angetriebene Ioniq leistet 120 PS und soll eine Reichweite von 250 Kilometern haben. 2017 soll zusätzlich eine Plug-in-Hybrid folgen. Zu den Preisen macht Hyundai noch keine Angaben.

Hyundai Ioniq: Ein Auto wie ein Überraschungsei

Bereits seit Januar auf dem Markt ist der i20 Active. Im Mai startet zudem das Facelift des Grand Santa Fe, im Dezember kommt der überarbeitete Genesis auf den Markt. In Europa wird das Modell auch in den nächsten Jahren als Hyundai Genesis angeboten werden, während in Korea, den USA, China und Russland die Marke Genesis als eigenständiges Premiumfabrikat etabliert werden soll.

Neues tut sich zudem auf dem Transportersektor. Der H350, von dem Hyundai im vergangenen Jahr in der Kastenwagen-Version rund 350 Einheiten verkaufte, wird noch im ersten Halbjahr in vier weiteren Versionen verfügbar sein: als Bus, Kipper, mit Box sowie als Pritsche. Mit dem erweiterten Angebot will Hyundai die Zahl der verkauften H350 in diesem Jahr mindestens verdoppeln.

Hyundai H350: Eroberer in der Sprinter-Klasse

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