Diagnose startbereit

Ausführliche Entwicklungsphase trägt Früchte

24.11.2008 | Redakteur: Steffen Dominsky

Die zwei international erfolgreichen österreichischen Unternehmen AVL Ditest und KTM beschreiten künftig gemeinsame Wege. AVL Ditest, weltweit führender Fahrzeugdiagnostik-Spezialist aus Graz, wird ab diesem Jahr maßgeschneiderte Fahrzeug-Diagnoseplattformen für den zweitgrößten Motorradhersteller Europas, die KTM Sportmotorcycle AG, liefern.

Konkret sollen sämtliche 1.500 Vertrags-Fachwerkstätten der Konzern-Motorradmarken KTM sowie Husaberg in den Jahren 2008 und 2009 mit den neuen Prüfsystemen ausgestattet werden.

Rund zwei Jahre hat die Produktentwicklung im Rahmen der neuen rot-weiß-roten Technologiepartnerschaft in Anspruch genommen, beschreibt AVL Ditest Marketing-Leiter Ingo Glatter das Auswahlverfahren: „KTM hat sich in diesem Zeitraum eingehend mit verschiedenen internationalen Herstellern auseinandergesetzt und mögliche Ausstattungs-Varianten geprüft.“

Die Entscheidung für die Diagnosespezialisten von AVL Ditest begründet Barbara Kenedi, Leiterin des Bereiches Customer Services bei KTM, so: „Durch die räumliche Nähe der beiden Unternehmen in Österreich können wir bereits in der Entwicklungsphase schon sehr früh und eng zusammenarbeiten. Zugleich haben wir aber aufgrund der weltweiten Präsenz von AVL Ditest auch eine tragfähige Basis im After Sales Service für unsere Werkstätten.“

Vorteil weltweite Kompetenz

Immerhin erreicht KTM mittlerweile eine internationale Jahresproduktion von nicht weniger als 85.000 Motorrädern. „Es war daher besonders wichtig, dass KTM seinen weltweit rund 1.500 Vertrags-Fachwerkstätten bestmöglichen Investitionsschutz durch eine langfristige Diagnoselösung garantieren konnte. Das haben wir sichergestellt!“, begründet Dipl.Ing. Gerald Lackner, Vorsitzender der AVL Ditest-Geschäftsführung den jüngsten Businesserfolg.

Zunächst ist die KTM-Diagnoseanforderung vor allem auf die Überprüfung der Steuergeräte-Kommunikation der Motorräder beschränkt, jährliche Software-Updates sollen über die Diagnose-Plattform von AVL Ditest laufen. Die Entwicklung dafür wird gemeinsam vorangetrieben, die Steirer möchten die Kommunikationswege zwischen beiden Unternehmen kurz halten.

Intensivierung der Zusammenarbeit

Im Rahmen eines Ausbaus der Partnerschaft will AVL Ditest vor allem seine Kompetenz in der automotiven Messtechnik einbringen. „Schon in der Entwicklung für die Prototypenphase konnten wir erkennen, wie gut die beiden Unternehmen von der Philosophie her zusammenpassen“, ist AVL Ditest-Chef Lackner überzeugt. Wie KTM weist auch AVL Ditest starke Verbindungen in den Motorsport auf. Mit seiner Philosophie „Ready to Race“ lässt KTM ähnlich wie AVL Ditest die aus dem Motorsport gewonnenen Erkenntnisse unmittelbar in die Serienproduktion einfließen, so Lackner. „Damit können beide Unternehmen dieses, unter härtesten Bedingungen erprobtes Wissen auch für die Kunden greifbar machen.“


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