23.01.2009 | Redakteur: Stephan Maderner
Zum Tag der offenen Tür hatte am 17. Januar 2009 die Bundesfachschule Zweiradmechaniker-Handwerk zu Frankfurt eingeladen. Damit eng verbunden waren Informationen über Details zu Vorbereitungskursen auf die Meisterprüfung. Die bestehen aus einer Grundlagenschulung mit der Basis Motorrad- und Fahrrad-Kenntnisse. Danach wird geteilt in Fachrichtung Motorrad und Fachrichtung Fahrrad.
In das Berufs- und Technologie-Zentrum (BTZ) Schönstraße der Handwerkskammer Rhein-Main als Ort der Veranstaltung und zugleich Sitz der Schule waren zahlreiche interessierte Damen und Herren gekommen. Nicht allein aus der näheren Umgebung, sondern aus vielen Teilen der Bundesrepublik.
Schulleiter Jürgen Hunkeler skizzierte den Ablauf des Tages. Detlef Behmel zeigte die Inhalte der vier Teile der Meisterprüfung auf und ging ausführlich auf begleitende Maßnahmen zum Unterricht ein. Dadurch, dass eine ganze Reihe branchenrelevanter Firmen in relativer Nähe vorhanden sind wurden dorthin lebendige Verbindungen geknüpft. Über Exkursionen, Besuchen, Besichtigungen und fachlicher Kommunikation werden wertvolle Informationen vermittelt und aktuelle Erkenntnisse weiter gegeben. Was den Schülern nicht nur für den Erhalt des Meisterbriefes nützt, sondern auch für die spätere Arbeit von Vorteil ist.
Insgesamt wird weil sinnvoll Fachtheorie mit Fachpraxis so weit möglich verknüpft. Dies habe sich als vorteilhaft für die Schüler erwiesen. Den Unterricht gestalten vier Ingenieure, sieben Zweirad-Mechaniker-Meister und fünf Ausbilder. Hinzu kommen Spezialisten externer Partner aus den Bereichen Motorrad und Fahrrad welche über spezielle Themen referieren und wo nötig Hand anlegen.
Bei dieser Gelegenheit wurde deutlich, dass die Bundesfachschule als einzigste in Europa über drei Unterrichts-Maschinen von Harley-Davidson verfügt und zu Lernzwecken über eine Standleitung nach Milwaukee zur Fehlersuche. Als Besonderheit des Hauses wurde genannt, dass die Meisterbriefe nach Bestehen der Prüfung sofort am Ende des Lehrganges an die Teilnehmer ausgehändigt werden. Also kein Nerv tötendes Warten in Kauf zu nehmen sei.
Hunkeler betonte: „Es ist das erklärte Ziel, den Meisterbrief gemeinsam zu erarbeiten.“
Selbstverständlich werden Rahmenlehrplan und alle anderen äusseren Vorgaben einbezogen und beachtet. Allerdings werde nur noch etwa 30 Prozent des Lehrganges in der Praxis und damit in der Werkstatt verlaufen. Die Meisterschüler
werden zu Managern ausgebildet, welche später selbstverantwortlich einen Betrieb führen können. Obwohl hier schon Doktoren, Gelehrte und Professoren den Meisterbrief erworben haben um zum Beispiel dem Hobby näher zu sein, werde das Niveau einer gründlichen Lehrlings-Ausbildung als Grundlage voraus gesetzt. Mehr nicht.
Anschließend wurden die Werkstätten besichtigt wo aktuell 19 Leute im Sektor Motorrad und elf im Sektor Fahrrad unterrichtet werden und zum Teil auch Meister-Prüfungs-Teilaufgaben zu erledigen hatten. Etwa Fahrrad-Aspiranten beim Rahmenbau unter Anleitung und Aufsicht von Dietmar Hertel.
Besichtigt wurde auch das hauseigene Internat in dem Schüler für die Dauer eines Kurses wohnen können. Angesprochen wurde auch die finanzielle Seite mit Hinweisen auf den möglichen Erhalt von Bafög.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 285488) | Fotos: Archiv
Kommentar zum Beitrag schreiben