Ein erfolgreiches Konzept

Serie Deutscher Erfindergeist: LSL Motorradtechnik entwickelt und testet all seine Produkte selbst

12.02.2009 | Redakteur: Markus Lauer

Die Firmengeschichte der LSL-Motorradtechnik beginnt im April 1984 in einer kleinen Werkstatt in Meerbusch-Büderich bei Düsseldorf. Am Anfang befasst sich das Unternehmen mit dem Umbau von Spezial-Motorrädern. Bereits im ersten Jahr entwirft und gestaltet der Fahrzeugtechnik-Ingenieur Jochen Schmitz-Linkweiler den ersten LSL-Cafe-Racer auf der Basis einer Yamaha SR 500 – eine Fahrzeuglinie, die bis heute das Markenzeichen von LSL geblieben ist. Auf der Motor Show in Essen im Jahr 1985 steht die erste Super-Moto Deutschlands: eine Kawasaki KLR 600, umgebaut zum „High-Heeler“, wie die firmeninterne Bezeichnung von LSL lautet.

Aufsehenerregende Bikes bleiben die Leidenschaft des Konstrukteurs und Lenkers der LSL-Motorradtechnik. 1987 zeigt LSL den ersten Superbike-Lenkerumbau auf einer Kawasaki GPZ 900R. Hierdurch entsteht ein neuer Geschäftszweig – Ergonomie am Motorrad. Die Firma widmet sich allen Arten von Lenksystemen, vom Stummellenker bis zum weit geschwungenen Chopperlenker. Es folgen Lenkungsdämpfer, Bremskomponenten, Rastenanlagen und als bekanntestes Produkt das Crash-Pad – die technisch richtungsweisende Umsetzung des Sturz-Protektors.

Umfangreiches Programm

Die LSL-Entwickler entwerfen und zeichnen das Zubehör im Firmensitz in Krefeld. Jochen Schmitz-Linkweiler, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens, steht für die Ideen der Produkte und führt das Team in der Entwicklung. Modernste Fertigungsbetriebe an verschiedenen Orten in Deutschland setzen die Konstruktionen in zerspantes Metall um. LSL vermisst die Einzelteile danach penibel, baut sie zusammen und verschickt sie in die ganze Welt.

Jochen Schmitz-Linkweiler erklärt: „LSL-Produkte stehen für Markenartikel, die durch ihre aufwendige Konstruktion, Zuverlässigkeit und Preisstabilität auffallen. Bei der Entwicklung und Konstruktion nutzen wir die Erfahrungen aus einem intensiven Rennsport-Engagement; diese fließen in die Serienfertigung unserer Produkte ein.“

Das Zubehörprogramm von LSL umfasst: Brems- und Kupplungshebel, Bremsschläuche, Gabelsterne, Lampenhalter, Lenker sowie Lenkungsdämpfer, Fußrasten, Crash-Pads und natürlich die bekannten Superbike-Lenker-Kits. Mit diesen Umbau-Sets, die LSL seit 1987 fertigt, lassen sich mit einer neuen Gabelbrücke oder einem Adapter Superbikes und Tourensportler, aber auch andere Motorräder mit Stummellenkern, auf den komfortablen Superbikelenker umrüsten. Außerdem baut das Unternehmen auch Spezial-Motorräder „Designed by LSL“ um und vertreibt sie.

Langsames Wachstum verspricht Perfektion

„Zur Entwicklung einer Firma gehört ihr Wachstum. Wir wachsen langsam, Produkt für Produkt. Wir nehmen uns noch die Zeit, die nötig ist, um Perfektion bis ins Detail zu realisieren. Und wir können uns diesen ‚Luxus’ jederzeit leisten. Denn wir sind ein lupenreines Privatunternehmen – und damit völlig unabhängig von den nicht selten überzogenen Renditeerwartungen profitorientierter Investoren“, erklärt Schmitz-Linkweiler die Firmenphilosophie und ergänzt: „Über die reine Technik hinaus haben wir es stets mit Menschen zu tun. Freude an der Arbeit setzt die Wertschätzung des Anderen und den fairen Umgang miteinander voraus. Danach handelt das gesamte LSL-Team – in den eigenen Reihen und gegenüber seinen Kunden. Wir sind froh, dass wir diese Prinzipien in der kleinen Nische der Motorradtechnik leben können und danken unseren Kunden, dass Sie uns dies durch den Einsatz unserer Produkte ermöglichen.“

Aktuell arbeiten 18 Personen unter der Leitung des Inhabers Jochen Schmitz-Linkweiler daran, die erfolgreiche Geschichte der LSL-Motorradtechnik in die Zukunft zu führen.

Die Serie im Überblick

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