10 Prozent weniger Insolvenzen im Kfz-Gewerbe

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Sowohl im Handel als auch im Gewerbe mussten in den ersten drei Quartalen des Jahres weniger Betriebe aufgeben als im Vorjahr. Allerdings geht die Fallzahl im September steil nach oben.

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Die Zahl der Insolvenzen im Kfz-Gewerbe ist im Jahresverlauf bisher rückläufig.
Die Zahl der Insolvenzen im Kfz-Gewerbe ist im Jahresverlauf bisher rückläufig.
(Foto: Grimm)

Die Zahl der Insolvenzen in der deutschen Kfz-Branche ist in den ersten drei Quartalen des Jahres um fast 10 Prozent gesunken. Laut einer jetzt vorliegenden Auswertung des Statistischen Bundesamts mussten von Januar bis Ende September 499 Betriebe aus Handel und Gewerbe Insolvenz anmelden. Das sind 53 Fälle weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (-9,6 %). Über 366 Betriebe wurde das Insolvenzverfahren eröffnet, in 133 Fällen wurde es mangels Masse abgewiesen.

Trotz eines steilen Anstiegs der Kfz-Insolvenzfälle im September um 63,3 Prozent gegenüber dem September 2013 ist das Insolvenzrisiko in der Kfz-Branche stärker zurückgegangen als in der gesamtdeutschen Wirtschaft. Über alle Branchen hinweg sank die Zahl der Insolvenzen in den ersten drei Quartalen um 8,7 Prozent auf 18.199 Fälle. Bereits im Mai waren die Insolvenzen in der Branche stark angestiegen, danach hatte sich die rückläufige Entwicklung aber wieder fortgesetzt.

Deutlich rückläufig ist im bisherigen Jahresverlauf die Zahl der Pleiten der Service- und Reparaturbetriebe. Für dieses Segment weisen die Statistiker 170 Fälle aus, das sind 26 weniger als im Vergleichszeitraum 2013 (-13,3 %). Insbesondere hat sich die Situation der Lackierbetriebe verbessert, die noch in 16 Fällen zahlungsunfähig wurden. Im Vorjahr waren es 31 Fälle, das ist ein Rückgang um 48,1 Prozent. Kfz-Werkstätten waren 122 Mal betroffen (-6,9 %), Nutzfahrzeugbetriebe gingen 6 Mal in die Insolvenz (-33,3 %). Autowaschanlagen betraf es in 26 Fällen (+4,0 %).

Ebenfalls weiter entspannt hat sich die Situation der Handelsbetriebe. Aus diesem Bereich wurden 245 Pleiten gemeldet, das sind 18 weniger als in den ersten drei Quartalen des Vorjahres (-6,8 %). Die Zahl teilt sich auf in 226 betroffene Pkw-Händler und 19 Nutzfahrzeugbetriebe. Eine Insolvenz mehr als vor Jahresfrist weist die Statistik zudem im Teile- und Zubehörhandel auf. Von den 67 betroffenen Unternehmen waren 21 im Großhandel und 46 im Einzelhandel tätig.

Deutlich rückläufig entwickeltn sich die Insolvenzen der Motorradhändler und –werkstätten. Aus dieser Gruppe wurden im bisherigen Jahresverlauf 17 Betriebe zahlungsunfähig. Das ist ein Rückgang um 10 Fälle oder 37 Prozent.

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