1,7 Milliarden Euro Verlust: Corona-Krise trifft Fiat Chrysler hart

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Fiat Chrysler hat tiefrote Zahlen für das erste Quartal 2020 vorgelegt. Für mehrere hundert Millionen Euro Verlust war alleine die Corona-Krise verantwortlich. Vorstandschef Mike Manley versuchte am Dienstag dennoch, für ein wenig Beruhigung zu sorgen.

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FCA ist im ersten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht.
FCA ist im ersten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht.
(Foto: FCA)

Fiat Chrysler (FCA) ist im ersten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein Verlust von 1,7 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 619 Millionen Euro ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte. Dabei fiel eine Wertminderung von Geschäftsteilen wegen der Auswirkung der Covid-19-Pandemie mit mehreren hundert Millionen Euro ins Gewicht.

Vorstandschef Mike Manley verwies angesichts der Krise auf die zuletzt nochmals gestärkte Liquidität des Konzerns. Die verfügbaren Mittel hätten Ende März bei 18,6 Milliarden Euro gelegen. Diese habe das Unternehmen mit dem neuen Kreditrahmen von 3,5 Milliarden Euro im April noch einmal gestärkt.

Deutlich rückläufige Verkaufszahlen

Der Umsatz sank vor allem wegen der zurückgehenden Verkäufe in Nordamerika und Asien insgesamt um 16 Prozent auf 20,6 Milliarden Euro. Bereinigt um Sonderposten und vor Zinsen und Steuern schrammte Fiat Chrysler mit einem Ergebnis von 52 Millionen Euro um ein Haar an einem operativen Verlust vorbei. Das war dem wichtigsten Markt Nordamerika zu verdanken, in dem Fiat Chrysler schon seit langem den Löwenanteil seines Ergebnisses macht.

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