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2013: Erwartungen eines Mehrmarkenhändlers

Autor / Redakteur: Wolfgang Michel / Wolfgang Michel

Mazda, Volvo, Citroën, Skoda, Seat: Hauptstadt-Mehrmarkenhändler Thomas Koch sprach mit »kfz-betrieb« über den Geschäftsverlauf 2012 sowie die kommenden Ziele. Nicht alle Marken kommen gut weg.

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Thomas Koch geht mit seiner Autohausgruppe ins 20. Geschäftsjahr. Mit »kfz-betrieb« sprach er über die Erwartungen für 2013.
Thomas Koch geht mit seiner Autohausgruppe ins 20. Geschäftsjahr. Mit »kfz-betrieb« sprach er über die Erwartungen für 2013.
(Bild: VBM-Archiv)

Redaktion: Mit Mazda, Volvo, Citroën und Skoda ist Ihre Autohausgruppe mit derzeit 15 Berliner Standorten bereits gut aufgestellt. Seit September gibt es bei Koch Automobile auch Seat. Was waren Ihre Beweggründe, die Spanier mit ins Angebot aufzunehmen?

Thomas Koch: Zum einen war Seat im Berliner Osten unterrepräsentiert. Zum anderen haben wir bereits mit der Marke Skoda aus dem VW-Konzern gute Erfahrungen gesammelt. Mit Seat hat Volkswagen sehr ambitionierte Ziele. Wir glauben auch an eine positive Zukunft der Marke und haben deshalb nach einer Analyse am Standort Köpenick Seat gegen Citroën getauscht.

Wie viele Seat-Neufahrzeuge wollen Sie künftig vermarkten?

Im ersten Jahr planen wir, 120 bis 150 Einheiten zu verkaufen. Jedoch liegen unsere mittelfristigen Planzahlen bei 250 bis 300 verkauften Fahrzeugen.

Sollen noch weitere Seat-Standorte hinzukommen?

Man soll die Kirche im Dorf lassen. Deshalb fangen wir mit einem Standort an. Mittelfristig kann ich mir allerdings schon vorstellen, dass die Marke Seat auch an anderen Koch-Standorten zum Zuge kommt.

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Wie viele Neuwagen verkaufen Sie derzeit pro Marke im Jahr?

Rund 1.000 Mazda, 465 Volvo, 400 Citroën waren geplant, erreichen wir aber nicht, 650 Skoda haben wir verkauft.

Stichwort Mazda: Mit dieser Marke fing alles an. Sie waren einmal der größte Mazda-Händler Deutschlands. Wie zufrieden sind Sie mit der aktuellen Situation des Fabrikats? Kann Mazda in Deutschland zu alter Stärke zurückkehren?

Innerhalb unserer Autohausgruppe ist Mazda nach wie vor die wichtigste Marke. Schließlich steht dieses Fabrikat inklusive Servicegeschäft für zirka 40 Prozent unseres gesamten Umsatzes. Nachdem wir die letzten drei Jahre durch ein tiefes Tal gegangen sind, bin ich jetzt wieder optimistisch. Vor allem deshalb, weil Mazda die richtigen Produktentscheidungen getroffen hat. Mit dem neuen CX 5 setzt Mazda wieder Maßstäbe. Das Auto passt in die Welt. Natürlich hoffe ich auf einen weiteren Aufschwung, der Mazda in Deutschland wieder zu alter Stärke führt. Das bedeutet allerdings, rund 80.000 Neuwagen im Jahr zu verkaufen.

Dazu braucht es aber sicher mehr als einen CX 5?

Zu alter Stärke zurückzukommen, das dauert sicher noch eins, zwei Jahre. Allerdings bekommen wir im Februar den neuen Mazda 6, ein wunderschönes Auto auch mit den neuen Sky Aktiv Motoren und dann Ende 2013, unser Brot- und Butter-Auto, den neuen Mazda 3.

Zwischen Mazda Deutschland und den Händlern gab es lange Zeit Spannungen. Ist die Welt jetzt wieder in Ordnung?

Es gab Zeiten, da hatten die Händler keine Ansprechpartner bei Mazda Deutschland. Ausgesprochen schlecht war auch die Zeit ohne Deutschlandchef. Heute ist die Händler-Hersteller-Beziehung wieder so, wie ich es gewohnt bin. Ich bin mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden. Es macht wieder Spaß und die Importeurstruppe zieht wirklich an einem Strang.

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